kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Grevenbroich: Die Seele des Niederrheins

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 08.04.2008 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Das Museums-Konzept für die Villa Erckens liegt vor. Kulturdezernent Michael Heesch präsentierte es gestern einer kleinen Politiker-Runde hinter den verschlossenen Türen des Auerbachhauses. Noch ist die Expertise mit dem Siegel „Streng vertraulich“ versehen.

Welchen Weg wird das Museum einschlagen? Liegt die Zukunft der Villa Erckens in der „niederrheinischen Seele“ ?  Foto: NGZ
Welchen Weg wird das Museum einschlagen? Liegt die Zukunft der Villa Erckens in der „niederrheinischen Seele“ ? Foto: NGZ

Denn erst am kommenden Montag soll sie allen Vertretern der Ratsfraktionen und damit auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. So wurde in der gestrigen Sitzung beschlossen, bis dahin nichts an die Medien weiterzugeben - die kleine Schar von Politikern wurde zum Stillschweigen „vergattert“.

Ein Bilderbogen der Stadt

Nichtsdestotrotz wurden gestern Abend einige wenige Details über die mögliche Zukunft des Museums bekannt. Nach den Vorstellungen des Münsteraner Ausstellungs-Machers Dr. Ulrich Hermanns, der das 30 000 Euro teure Konzept im Auftrag des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) für Grevenbroich entwarf, soll die Villa Erckens künftig unter den Titel „Museum der niederrheinischen Seele“ gestellt werden.

Info

Museum Villa Erckens

Das Museum Villa Erckens wurde vor der Landesgartenschau 1995 als Haus für die Völkerkunde eingerichtet. Hauptsächlich stellte dort der Sammler Bodo Schwalm seine archäologischen Fundstücke aus. Nach dem Weggang des Museumsdirektors sollte die Zukunft des Museums auf ein Drei-Säulen-Konzept (Geschichte, Kultur, Industrie) aufgebaut werden, das allerdings zwischenzeitlich verworfen wurde.

Wie es aus zuverlässigen Kreisen hieß, soll sich in dem Haus die Geschichte der niederrheinischen Schloss-Stadt in einer Art Bilderbogen widerspiegeln. Dazu zählt insbesondere auch die Historie der heimischen Industrie - etwa der Braunkohlenabbau und die damit verbundene Energieerzeugung, aber auch der Rübenanbau und die Zuckerproduktion. Über Kosten sei gestern nicht gesprochen worden, ebenso wenig darüber, wer das Umsetzen der Konzeption zahlen wird. Inwieweit die „niederrheinische Seele“ mit dem von Landrat Dieter Patt geäußerten Vorstellungen zur Museums-Zukunft kompatibel ist, konnte gestern nicht in Erfahrung gebracht werden.

Andeutungsweise wurde allerdings geäußert, dass Patts Ideen nicht allzu weit von denen des Konzepts entfernt seien. Wie berichtet, hatte der Landrat in der vergangenen Woche die Villa Erckens mit einem „Museum für Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier“ in Zusammenhang gebracht. In Grevenbroich sollen Fundstücke ausgestellt werden, die von Wissenschaftlern in den Tagebauen entdeckt wurden.

Cepl-Kaufmann draußen

Wie die NGZ erfuhr, wird die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und damit die engagierte Professorin Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann in dem künftigen Museums-Konzept keine Rolle mehr spielen. Die Arbeit sei gestern bei dem Zusammentreffen im Auerbachhaus von Michael Heesch als beendet erklärt worden. Hintergründe dazu wurden noch nicht bekannt. Zuletzt hatte Cepl-Kaufmann eine außerordentlich gut besuchte Ausstellung rund um den Ritter, Dichter und Pilger Arnold von Harff gestaltet, die weit über Grevenbroich hinaus - nämlich am gesamten Niederrhein - für Aufsehen sorgte.

Quelle: NGZ

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Die Unterrichtsstunde am Pascal-Gymnasium soll ab kommendem Schuljahr 60 statt 
45 Minuten dauern. Laut Schulleiter Manfred Schauf können in einer Stunde Themen 
besser bearbeitet werden, er sieht aber auch organisatorische Vorteile.

Grevenbroich

Lernen bald im Stundentakt

Als erste weiterführende Schule im Stadtgebiet will das Pascal-Gymnasium im kommenden Schuljahr von der 45-Minuten- auf die 60-Minuten-Schulstunde umstellen. VON Carsten Sommerfeld  mehr 

 
Auch wenn Sylke Neumann, Leon Beer, Iris Schmitz (hinten v.l.), Till und Max Neumann (vorn v.l.) sich hier mit Fliegenpatschen gewappnet haben, so ist die Sorge vor einer erneuten Fliegen-Plage bei vielen Allrathern groß.

Grevenbroich

Sorge vor der dritten Fliegenplage

Vor zwei Wochen hat Sylke Neumann wieder die Fliegengitter an den Fenstern befestigt. „Wir haben damit gerechnet, dass die Fliegen wiederkommen, aber wir hofften, dieses Jahr verschont zu bleiben“, sagt die Allratherin. VON Carsten Sommerfeld  mehr 

 
 
 
 
 
BILDER AUS GREVENBROICH
Bilder des Tages
Bilder des Tages
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Hier zeigen wir Ihnen die .. mehr 
 
Bilder des Tages
Bilder des Tages
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Hier zeigen wir Ihnen die ..
mehr 
Die sieben Naturwunder der Erde
Die sieben Naturwunder der Erde
Nachdem im Jahre 2007 bereits sieben architektonische ..
mehr 
Super Bowl: Madonnas Show und ein Skandälchen
Super Bowl: Madonnas Show und ein Skandälchen
US-Popdiva Madonna hat mit einer überwältigenden Show die ..
mehr 
Das war die "Goldene Kamera" 2012
Das war die "Goldene Kamera" 2012
Draußen herrschten Minusgrade: Stars und Sternchen haben ..
mehr