kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Grevenbroich: Die Tücken der Zeitumstellung

VON ANDREAS BUCHBAUER - zuletzt aktualisiert: 26.03.2010 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Samstag Nacht ist es wieder soweit: Um zwei Uhr werden die Zeiger eine Stunde vorgestellt. Doch die Umstellung auf die Sommerzeit birgt manche Tücke in sich. Die NGZ hat dem "Volkssport" Zeitumstellung auf den Zeiger gefühlt.

Zeitexperte: Fred Leven von "Uhren und Optik Leven" muss nicht alle Uhren in seinem Geschäft auf die Sommerzeit umstellen. Das erledigt er, wenn sie verkauft werden. Kein Wunder: Das Umstellen würde Stunden dauern.  Foto: M.Reuter
Zeitexperte: Fred Leven von "Uhren und Optik Leven" muss nicht alle Uhren in seinem Geschäft auf die Sommerzeit umstellen. Das erledigt er, wenn sie verkauft werden. Kein Wunder: Das Umstellen würde Stunden dauern. Foto: M.Reuter

Ring! Aufgewacht! Samstag Nacht wird die Funkuhr wieder rattern. Automatisch passt sie sich der Sommerzeit an. Pünktlich um zwei Uhr rotieren die Zeiger eine Stunde vor. "Puh, Glück gehabt", denken sich die Funkuhrbesitzer dann morgen früh. Dank der Automatik müssen sie Eines nicht befürchten: dass sie die Umstellung auf die Sommerzeit verschlafen. Die NGZ hat dem Volkssport "Zeitumstellung" auf den Zeiger gefühlt – nicht immer ganz ernst gemeint. Die Eselsbrücke

Muss man die Uhr zur Sommerzeit jetzt eine Stunde vor- oder zurückstellen? Diese Frage stellen sich viele Bürger. Kein Wunder: Bei all den Frühlingsgefühlen schauen nur Romantikmuffel ganz genau auf die Uhr. Leicht merken kann man sich die Zeigerfrage mit einer Eselsbrücke: Im Sommer stellt man die Gartenmöbel vor das Haus – und die Zeiger eine Stunde vor. Im Winter holt man die Möbel wieder zurück ins Haus. Die Zeiger werden dann zurückgestellt. Der Uhrmacher

Info

Zeitumstellung

Grundlage Die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit wurde 1980 eingeführt. Geregelt wird sie durch das "Zeitgesetz".

Hintergrund der Einführung war die Überzeugung, durch die Nutzung des Tageslichts Energie sparen zu können.

Kritik Einige Wissenschaftler sind der Auffassung, die Zeitumstellung bringe die "innere Uhr" des Menschen aus dem Rhythmus.

Er hätte einen ziemlich blöden Tag vor sich, wenn er tatsächlich alle Uhren in seinem Geschäft eine Stunde vorstellen müsste. Tut er aber nicht. Fred Leven (39) von "Uhren und Optik Leven" muss bei dieser Vorstellung lachen. "Da wäre ich aber einige Stunden beschäftigt", sagt er. Richtig eingestellt werden die Uhren erst, wenn sie verkauft werden. Die Ausrede

"Zeitumstellung" ist die perfekte Ausrede bei Verspätungen. Da regt sich kaum einer auf, da wird gelacht und ein gönnerhaftes "Mensch, du bist aber auch einer" in die Runde geworfen. Doch es gilt: Funkuhrbesitzer aufgepasst! Bei ihnen kann der Schuss nach hinten losgehen. Die Uhr stellt sich ja automatisch richtig ein. Da ist es mit der Ausrede "Zeitumstellung" Essig. Wer es trotzdem versucht: Da klingt das "Mensch, du bist aber auch einer" garantiert nicht mehr gönnerhaft. Die Ungerechtigkeit

Es ist wie verhext: Gerade jetzt, bei all der Frühjahrsmüdigkeit, geht durch die Zeitumstellung auch noch eine Stunde flöten. Manche Schlafforscher sehen darin gar eine Gesundheitsgefahr. Die Umstellung sei ein Eingriff in das biologische Zeitsystem des Menschen. Schade eigentlich, dass der Satz "Ich musste meinem Biorhythmus zuliebe noch ein Stündchen schlafen", gesellschaftlich nicht anerkannt ist. Der Schwindelfreie

In etwa 35 Meter Höhe prangt die Uhr am Kirchturm von St. Stephanus Elsen. Um die Sommerzeit kümmert sich Küster Christoph Wieczorek. Doch keine Sorge: Der 43-Jährige muss zu nächtlicher Stunde keine Leiter in schwindelerregende Höhen erklimmen. "Der Mechanismus für die Zeiger befindet sich bequem zu erreichen weiter unten in der Kirche", erklärt er.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Vier Seniorenzentren, hier das St. Barbarahaus mit Anneliese Matzner und Mitarbeiterin Christine Schlossmacher-Tappen, gibt es; zwei neue sind geplant.

Grevenbroich

Neue Seniorenzentren geplant

Gleich zwei neue Seniorenpflegeheime sind in der Stadt geplant – an der Lindenstraße und in Elsen. Doch der Bedarf ist zumindest fraglich: Vertreter des Rhein-Kreises Neuss sehen ihn aktuell nicht. VON Carsten Sommerfeld  mehr

 
Christiane Hüssmert schätzt die Vielseitigkeit in ihrem Beruf.

Grevenbroich

Reiseexpertin, die gern Sport treibt

Christiane Hüssmert hat einen traumhaften Arbeitsplatz – alles dreht sich auf ihrem Schreibtisch und an ihrem PC um Urlaub. Einziger Nachteil: Es ist nicht immer ihr eigener. mehr

 
 
 
 
 
BILDER AUS GREVENBROICH
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers, der im Mai .. mehr 
 
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers, der im Mai ..
mehr 
Zu Besuch bei Sven Kompaß
Zu Besuch bei Sven Kompaß
Hausbesuch bei Sven Kompaß, der im Mai 2012 ..
mehr 
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
mehr 
Feuerwehr öffnet alten Bunker
Feuerwehr öffnet alten Bunker
Feuerwehr öffnet alten Bunker
mehr 
 
Familienanzeigen