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Grevenbroich: Erster Stich für zweite Runde

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 - 12:31

Grevenbroich (NGZO). "Neu-Kapellen" wächst: 1000 Menschen fanden im ersten Abschnitt des Baugebiets bereits ein neues Zuhause. Am Dienstag wurde der erste Spatenstich für die zweite Runde gesetzt. Bis 2014 sollen weitere 220 Häuser entstehen.

Hau ruck: Vertreter von Planungsausschuss, Stadt und der DSK setzten gestern Nachmittag den ersten Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt von "Neu-Kapellen". Bis 2014 sollen weitere 220 Häuser entstehen.   Foto:  M. Reuter
Hau ruck: Vertreter von Planungsausschuss, Stadt und der DSK setzten gestern Nachmittag den ersten Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt von "Neu-Kapellen". Bis 2014 sollen weitere 220 Häuser entstehen. Foto: M. Reuter

Der erste Bauabschnitt ist so gut wie vermarktet. "Etwa 300 Wohneinheiten wurden in den vergangenen Jahren geschaffen, jetzt sind nur noch 15 Grundstücke frei", erklärt Planungsdezernent Werner Hoffmann. Und er blickt zufrieden auf das Baugebiet am Ortsrand: "Es läuft gut." Knapp 1000 Menschen haben in "Neu-Kapellen" schon ein Zuhause gefunden, größtenteils junge Familien. Grund genug, den ersten Spatenstich für die zweite Runde zu setzen. Voraussichtlich bis zum Jahr 2014 sollen auf dem 19,7 Hektar großen Nachbargelände noch einmal 220 Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser entstehen.

Info

DSK

Die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK) hat die Vermarktung des insgesamt 34 Hektar großen Neubaugebiets übernommen. Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.entwicklungsmassnahme-kapellen.de.

Die Bagger sind schon angerollt: 17 000 Kubikmeter Erde müssen in den nächsten Wochen weggeräumt werden. "Für Infrastrukturmaßnahmen, in die wir fünf Millionen Euro investieren", wie Dr. Heike Dierkes von der DSK erklärt. Baustraßen werden angelegt und Kanalrohre von viereinhalb Kilometern Länge in die Erde gebracht. "Wenn das alles gut läuft, können die ersten Bauwilligen bereits im Februar loslegen", schätzt Dierkes.

Während die "Häuslebauer" im ersten Abschnitt noch einen Quadratmeterpreis von 190 Euro zahlten, müssen die Bauherren im zweiten Teil etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Gutachterausschuss des Rhein-Kreises hat den Preis auf 210 Euro festgelegt.

"Das ist etwas mehr – und das hat einen Grund: Die ersten, die hier bauten, waren noch so etwas wie Pioniere. Sie fanden kaum Angebote vor", begründet Werner Hoffmann. Anders diejenigen, die ab dem nächsten Jahr beginnen können: Wenn sie den ersten Spaten in die Erde setzen, wird bereits der neue Supermarkt fertig sein, ebenso der 2400 Quadratmeter große Spielplatz und der zentrale Grünzug (2,5 Hektar), eine Art Naherholungsgebiet. Geplant ist auch der Bau eines Kindergartens, zurzeit kann der Bedarf noch über bestehende Einrichtungen in Kapellen gedeckt werden.

Die Vermarktung für das neue Baugebiet hat bereits begonnen: "Derzeit sind für private Interessenten zwölf Grundstücke für Doppelhäuser und weitere elf für Einfamilienhäuser reserviert", meint Heike Dierkes zufrieden. Ab sofort können sich auch Interessenten für das gegenüber liegende Gewerbegebiet (1,4 Hektar) melden. Dort sollen sich vor allem Handwerker und Dienstleister niederlassen.

In den Startlöchern stehen auch die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV). Neben dem Kanalbau planen sie auch die Anlage eines großen Beckens, das einem Jahrhundertregen stand halten soll. "Damit wird die tiefer gelegte Ortslage von Alt-Kapellen geschützt", sagt Uwe Bors von der WGV . Der Niederschlag wird aufgefangen und gedrosselt in den Bend abgeleitet. "Es wird nichts ins Kapellener Kanalsystem eingeleitet", versichert Bors.

Quelle: RP

 
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