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Grevenbroich: „Evita Beach“ am Muschelsee

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 17.03.2008 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Die Grevenbroicher Attraktion des nächsten Sommers heißt „Evita Beach“: Mitte April wird am Muschelsee hinter der Spielspinne ein etwa 2000 Quadratmeter großer Stadt-Strand eröffnet - mit Cocktail-Bars , Liegestühlen, Sonnenschirmen und natürlich jeder Menge Sand.

Planen gemeinsam den Stadt-Strand : (v.l.) Organisator Kevin Traber, Michael 
Eberhardt und Heinrich Urbanczik von „Evita“, Bürgermeister Dr. Axel Prümm und 
Robert Jordan. Bierbrauer Reiner Fuchs (Maisl’s) sitzt schon mal Probe im Liegestuhl.  Foto: reuter
Planen gemeinsam den Stadt-Strand : (v.l.) Organisator Kevin Traber, Michael Eberhardt und Heinrich Urbanczik von „Evita“, Bürgermeister Dr. Axel Prümm und Robert Jordan. Bierbrauer Reiner Fuchs (Maisl’s) sitzt schon mal Probe im Liegestuhl. Foto: reuter

Grevenbroich Echte Strand-Gefühle - hunderte Kilometer weitab vom nächsten Meer. Dies verspricht ein Projekt, das in den kommenden Wochen auf dem Landesgartenschau-Gelände realisiert wird.

Der „Muschelsee“, das trostlose Areal hinter der Spielspinne, wird mit 6000 Kubikmetern feinstem Rhein-Sand in den „Evita Beach“ verwandelt. Familien und junge Leute sollen dort an kühlen Drinks nuckeln, Musik hören, auf Liegestühlen und in Strandkörben entspannen.

Schon seit Oktober plant Robert Jordan von der städtischen Wirtschaftsförderung diese Sommer-Attraktion. Jetzt hat er alle Partner im Boot, so dass in Kürze mit dem Umbau des etwa 2000 Quadratmeter großen Geländes begonnen werden kann.

„Nachdem sich der ursprünglich vorgesehene Anbieter zurückgezogen hat, haben wir einen örtlichen Gastronomiebetrieb als Projektträger gewinnen können“, erklärt Jordan. Gemeint ist Michael Eberhardt, Betreiber des Restaurants „Evita“ im Alten Schloss, der sich wiederum Beach-erfahrene Partner an seine Seite geholt hat: Kevin und Philip Traber.

Info

Muschelsee

Knack, knirsch, knack - wer die Station 48 der Landesgartenschau besuchte, hörte dieses Geräusch unter seinen Füßen. Denn zwischen Erft und Bahn, gleich hinter der Spielsinne, erstreckte sich ein „See“ aus Millionen von Nordseemuscheln. Er war Teil eines Umweltprojekts, das auf einer ehemaligen Hausmülldeponie entstand und die Verbindung zwischen Abfall und Natur herstellen sollte. Das passte zum Gartenschau-Motto: „Die Erde heilen“.

Zu diesem Artikel erscheint in der NGZ vom Dienstag ein Porträt über Michael Eberhardt.

Die Sprösslinge aus der bekannten Artisten-Familie haben dem Hochseil Ade gesagt, sich auf Event-Gastronomie spezialisiert und bereits erfolgreich Stadt-Strände in Bonn, Moers und Bocholt realisiert.

„In den nächsten Wochen werden wir die Infrastruktur herstellen“, erläutert Michael Eberhardt. Das heißt: Strom- und Wasserzufuhren müssen verlegt, Toilettenanlagen aufgebaut, Müll- und Abwasserentsorgung hergestellt und Zäune rund um das Areal gezogen werden.

„Ganz zum Schluss wird der Sand lastwagenweise angefahren“, erklärt der Gastronom. Eberhardt stellt zudem den Sicherheitsdienst sowie das Personal und übernimmt die gesamte Organisation. „Das Projekt bleibt damit kostenneutral für die Stadt“, unterstreicht Robert Jordan.

Sobald der Sand liegt, kommen die Trabers zum Zuge. Sie werden für Bacardi-Feeling am Muschelsee sorgen: „Liegestühle, Sonnenschirme, Strandkörbe, Palmen und ein Beach-Volleyballfeld - all das soll für die richtige Atmosphäre sorgen“, erklärt Kevin Traber.

An Bars werden alkoholfreie Getränke, Cocktails, ausgewählte Biersorten, aber auch verschiedene Kaffeespezialitäten angeboten, an Ständen gibt’s kleine Snacks und erfrischende Salate.

„Wir werden vormittags öffnen und wollen mit unserem Angebot vor allem Familien ansprechen“, erklärt Traber. Tagsüber wird ruhige „chill-out“-Musik gespielt, abends werden ausgewählte DJ’s ihre Platten auflegen oder Live-Bands spielen.

 „Das Ganze hält sich aber in einem verträglichen Rahmen, es wird keine laute Musik gespielt, schließlich wollen wir unsere Nachbarn nicht verärgern“, betont Robert Jordan. Kevin Traber stimmt ihm da zu: „Es wird am Muschelsee keinen zweiten Ballermann geben.“

Der Stadt-Strand soll in diesem Jahr testweise an den Star gehen: „Läuft alles problemlos, soll das Projekt zu einer Dauereinrichtung werden“, meint Robert Jordan.

Er und alle Beteiligten hoffen nun natürlich auf eines: einen richtig heißen Sommer, der möglichst viel Publikum in die Sand-Oase hinter der Spielspinne locken wird.

Quelle: NGZ


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