Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Für ihn stehen stets die Patienten im Mittelpunkt - am Dienstag allerdings werden sich für den Grevenbroicher Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten vorübergehend die Wertigkeiten verschieben, wenn er im kleinen Kreise mit Familie und Freunden auf seinen runden Geburtstag anstößt. Dr. Arne Brosig wird am Dienstag 60 Jahre alt.
Der gebürtige Wuppertaler, der bei der Berufswahl in die Fußstapfen seines Vaters trat, studierte in Köln Naturwissenschaften und Medizin, legte sein Staatsexamen mit sehr gut an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ab.
Nach der Facharztausbildung ließ er sich vor jetzt 25 Jahren als Neurologe und Psychiater in Grevenbroich nieder. 1989 gründete er mit dem Umzug an die Röntgenstraße eine Gemeinschaftspraxis mit Professor Hans-Joachim Haase und nahm in den Folgejahren vier weitere Kollegen als Partner auf. Der Gemeinschaftspraxis ist auch ein ambulantes Rehabilitations-Centrum (ARC) angeschlossen, das Brosig als Gesellschafter und Leitender Arzt führt.
Sein Bestreben war es aber immer, über den alltäglichen Praxisbetrieb hinauszublicken. Und so gründete er vor 20 Jahren mit Gleichgesinnten als neuro-psychiatrischen Treffpunkt den Patienten-Club Grevenbroich. Seine Motivation: „Die Therapie darf nicht beim Rezeptblock aufhören.“
Der Club bietet seither den Betroffenen eine Heimat, schlägt eine Brücke zwischen Kranken und Gesunden, und ist so bei der Wiedereingliederung der neuro-psychiatrischen Patienten in das Alltagsleben eine erfolgreiche Stütze.
Für dieses ehrenamtliche Engagement, aber auch für seinen Einsatz als Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, in der Kreis-Gesundheitskonferenz und im Berufsverband Deutscher Nervenärzte auf Bundes- und Landesebene wurde er im November 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Auch wenn Brosig im Juni nach zehn Jahren sein Amt als BVDN-Landesvorsitzender in jüngere Hände legte, kommt das keinem Rückzug gleich. Maßgeblich ist der Grevenbroicher daran beteiligt, den Haase-Schwellen-Test (HST) zur optimalen Dosierung von Neuroleptika sowohl national als auch international bekannt zu machen.
Zudem wurde er vor einem Jahr als Senator in die Deutsche Eliteakademie berufen, dabei handelt es sich um eine Organisation mit Stammsitz in Dresden, die sich um die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses mit dem Schwerpunkt „betriebswirtschaftliche Kenntnisse“ verdient macht.
Gesundheitsthemen bestimmen generell den Alltag im Hause Brosig. Während Ehefrau Gretel seit Jahren mit ihm Hand in Hand arbeitet, werden auch die Söhne Torge und Timo die Familientradition fortsetzen. Beide studieren Medizin und wollen nach ihrer Facharztausbildung ihren Vater in der Praxis an der Röntgenstraße unterstützen.
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