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Grevenbroich: Fackelbau-Sieg für „Lucky Luke“

VON LINA WÖHL - zuletzt aktualisiert: 02.09.2007 - 21:51

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Irgendwie müssen die Grevenbroicher Schützen wohl einen besonders guten Draht nach „oben“ haben: Allen Prognosen zum Trotz zogen die zwölf prächtigen Großfackeln am Samstagabend bei trockenem Wetter durch die Schloss-Stadt.

Mit ihrem 6,80 Meter großen Lucky Luke holte sich die Baugemeinschaft „Rösige Boschte“ und „Mer stonn zesamme“ den ersten Preis beim Fackelbau-Wettbewerb.  Foto: Michael Reuter
Mit ihrem 6,80 Meter großen Lucky Luke holte sich die Baugemeinschaft „Rösige Boschte“ und „Mer stonn zesamme“ den ersten Preis beim Fackelbau-Wettbewerb. Foto: Michael Reuter

Tausende bewunderten die kreativ-bissigen Kunstwerke aus Drahtgestell und Pergamentpapier. Auch Bürgermeister Dr. Axel Prümm bewies Sinn für Humor. Dabei war er mitsamt der Grevenbroich „Bäder-Politik“ das wohl beliebteste Fackelmotiv.

Zwar kam kein Wasser vom Himmel - dafür aber aus der Fackel der Fackelbaugemeinschaft „Graf Kessel“ und „Rheinische Boschte“: Ihr Feuerwehrwagen im Maßstab 1:1, der die Regenten zu ihren Terminen kutschieren soll, spritzte Wasser ins jubelnde Publikum am Straßenrand.

Die jüngsten Fackelbauer im Regiment, Edelknaben und Schützenjugend, modellierten gemeinsam mit ihren Vätern den Comic-Helden „Spongebob“ und sorgten damit für Applaus vor allem bei den kleinen Fackel-Fans.

Rasant: Der knallrote Lighting McQueen des Jägerzuges „Waldeslust“. Foto: Michael Reuter

Erstmals schlossen sich der Jägerzug „Semper fidelis“ und der Grenadierzug „Schlossgrafen“ zum gemeinschaftlichen Fackelbau zusammen; das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein riesiges Schwein, das sowohl eine Jäger- als auch eine Grenadieruniform trägt.

Als eine von drei Gastfackeln kreuzte das Segelschiff des Allrather Marinezugs sicher durch „stürmische Zeiten“.

Ihr Herz für Raucher bewiesen „Rösige Boschte“ und „Mer stonn zesamme“: Sie fuhren einen 6,80 Meter hohen „Lucky Luke“ durch die Schloss-Stadt.

Gewaltig: Mit dem grünen Oger „Shrek“ warben die „Jecke Boschte“ für die Spritalternative Biogas. Foto: Michael Reuter

Der Cowboy und Kettenraucher findet in Zeiten des Rauchverbots Obdach im „Saloon Barrawasser“. Der Lohn für diese eindrucksvolle Fackel: Der Sieg beim Fackelbauwettbewerb und fünfzig Liter Altbierbier für die kreativen Schützen.

Sportlich kam der Kapellener Gastzug „Flotte Boschte“ daher: Sie präsentierten einen Fußballer und fragten provokativ: „Wer geht zum TuS? Nur der, der muss.“

Denn die „Macht an der Erft“ hätten zweifellos die Kicker aus Kapellen. Ebenfalls eine Gastfackel war der liebenswerte Drache „Grisu“, der unbedingt Feuerwehrmann werden will.

Mit dem freundlichen Ungeheuer machten die Kapellener Schützen ihrem Ärger über ein zu kleines Spritzenhaus Luft. „So lange Dr. Axel nervt, geh’n wir in die Erft“, kündigen die Hubertus-Schützen auf ihrer Fackel an: Dort stürzt sich ein Taucher vor den Augen des Bürgermeisters in die Erft.

Den zweiten Platz beim Fackelwettbewerb räumte der Jägerzug „Waldeslust“ mit einem knallroten Lighting McQueen ab, dem Helden des Kinderfilms „Cars“. Groß und freundlich grinste der grüne Oger „Shrek“ ins Publikum und warb für die Spritalternative Biogas. Dafür gab’s den dritten Platz für die „Jecke Boschte“.

Die „Noh’besch Jonge“ präsentierten Axel Prümm als Magier, der als Spaßbad-Alternative einen kleinen Waschzuber herbeizaubert: „So wird das Spaßbad zum Witzbad“, kritisierten die Schützen.

Eindrucksvoll auch die 50. Fackel der „Jröne Jonge“: Sie fuhren einen sechs Meter hohen Elefanten durch die Schloss-Stadt, der ein ebenso dickes Fell habe wie der mitunter gescholtene Bürgermeister.

Quelle: NGZ


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