Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Die senkrecht in den Himmel steigende Rauchwolke war auch in der Feuerwache an der Lilienthalstraße zu sehen, die Wehr musste gestern zu einem Brand bei Hydro ausrücken: „Gegen 13.50 Uhr brannte eine Abluftreinigungsanlage. Die Betriebsfeuerwehr erkannte sofort, dass der Brand ihre Möglichkeiten überstieg, und informierte die Feuerwehr Grevenbroich“, erklärt Michael Peter Steffen, Sprecher von Hydro Deutschland in Köln. „Zunächst rückte die hauptamtliche Wache aus. Aufgrund der Rauchentwicklung haben wir vorsorglich zwei Löschzüge nachalarmiert“, berichtet Udo Lennartz, Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr, die mit 35 Feuerwehrleuten im Einsatz war.
Der Brand an der rund 20 Meter hohen Anlage war gegen 14.15 Uhr soweit gelöscht, dass die Anlage nur noch gekühlt werden musste. Dabei kam auch die Drehleiter der Wehr mit einem Monitor zum Einsatz. „Personen kamen beim Brand nicht zu Schaden“, so Steffen. Bezirksregierung und das Landesumweltamt seien informiert worden.
Die Brandursache war gestern noch unklar, ebenso die Schadenshöhe. Hydro hat eine Gruppe zur Untersuchung des Brandes gebildet, auch die Polizei war vor Ort. „Die Abluftreinigungsanlage befindet sich an einer Halle mit einer Bandlackieranlage, wo Aluminiumbänder beschichtet werden“, so Steffen. Die bei diesem Prozess in die Luft gelangenden Schadstoffe werden in der Anlage verbrannt. „Wir können den Brandherd erst untersuchen, wenn die Anlagenteile abgekühlt sind“, so Steffen gestern. Dann erst könne auch abschließend geklärt werden, ob Schadstoffe ausgetreten seien. Mit weiteren Ergebnissen rechnet Steffen für heute.
Die Feuerwehr Grevenbroich ging gestern aufgrund der Funktionsweise der Anlage davon aus, dass die im Rauch enthaltenen Schadstoffe weit unter der Gefahrenschwelle lagen.
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