Grevenbroich (NGZ). Die Planungsgruppe "Gemeinschaftsschule" kann erste inhaltliche Ergebnisse vorstellen. Bis zum 12. Juli muss das pädagogische Konzept fertig sein – erst für die Abstimmung im Schulausschuss, dann für die am 14. Juli im Stadtrat.
Für die erste Gemeinschaftsschule in Grevenbroich wird ein Pädagogik-Konzept erstellt. Anita Piel, Leiterin der Realschule und Sprecherin der Planungsgruppe "Gemeinschaftsschule", berichtet bei einer Gesprächsrunde im Alten Schloss: "Wir haben noch viel zu tun. Bis zum 12. Juli muss das pädagogische Konzept fertig sein. Dann kommt es in den Schulausschuss. zwei Tage später in den Rat zur Abstimmung." Die wichtigsten Fragen zum Modellversuch:
Wann kann die Gemeinschaftsschule starten?
Frühestens zum Schuljahr 2012/13. Bis dahin muss die Stadt die Bewerbung bei der Bezirksregierung in Düsseldorf eingereicht haben. Dazu gehören: ein pädagogisches Konzept, eine Elternbefragung und die Absichtserklärung von Eltern, die ihre Kinder an der Gemeinschaftsschule anmelden wollen.
Elterninformation
Wann? Ein Termin steht noch nicht fest. Möglich ist ein Workshop der Eltern von Dritt- und Viertklässlern noch vor den Sommerferien sein.
Fragebogen Nach den Infoveranstaltungen werden Grundschul-Eltern befragt, ob sie ihr Kind zur Gemeinschaftsschule schicken würden – unverzichtbar für den Antrag bei der Bezirksregierung.
Welche Standorte nutzt die neue Gemeinschaftsschule?
Anita Piel: "Die Schule wird mit sechs bis sieben Zügen starten." Die Planungsgruppe habe sich entschieden, dass die Fünft- und Sechstklässler in Orken unterrichtet werden. "Es ist ein modernes, schönes Gebäude in einem Wohngebiet – ideal für die jüngeren Kinder", so Piel. Wo die siebten und achten Klassen sowie die Neunt-, Zehnklässler und Oberstufenschüler lernen werden, stehe aber noch nicht fest.
Wie werden die Kinder lernen?
"In den Klassen 5 und 6 wird gemeinsam gelernt", sagt Anita Piel. Wie es danach weitergehe, sei noch nicht entschieden. Man wolle aber eine Profilierung umsetzen, die die Neigungen der Schüler berücksichtigt. Diskutiert werde, ob auch nach Leistung – etwa Grundstufe und Fortgeschrittene – innerhalb der Klasse differenziert werde. Behinderte und Nichtbehinderte sollen in zwei Klassen gemeinsam lernen.
Können Real- und Hauptschüler, die im September eingeschult werden, zur Gemeinschaftsschule wechseln?
Sören Link, schulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: "Nein, ein Wechsel zwischen den Schulformen ist nicht vorgesehen." In Grevenbroich sei dieser auch überhaupt nicht möglich, da die Gemeinschaftsschule erst 2012 neu aufgebaut werde und mit Klasse 5 starte. Wer jetzt oder im nächsten Jahr Haupt- oder Realschüler sei, werde es meist bis zum Ende seiner Schullaufbahn bleiben.
Worin unterscheiden sich Gesamt- und Gemeinschaftsschule?
Die Gemeinschaftsschule befindet sich noch im Status des Modellversuches, soll laut Sören Link aber per Gesetz zur neuen Schulform werden. – "In der Gemeinschaftsschule sind die Klassen kleiner, es gibt mehr Möglichkeiten für offene Lernangebote, die Schüler lernen länger gemeinsam", so Piel
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