Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Im Prozess um ein brutales Gewaltverbrechen in Rheinland-Pfalz hat ein 34 Jahre alter Familienvater aus Grevenbroich am Dienstag ein überraschendes Geständnis abgelegt. Kurierfahrer Robert Peter B. erklärte im Verfahren vor dem Landgericht Bad Kreuznach, dass er für den Mord an der Prostituierten Karin Ammer aus Düsseldorf verantwortlich sei.
„Alle Vorwürfe aus der Anklage sind richtig“, trug der Verteidiger des Grevenbroichers vor. Sein Mandant ergänzte, dass es ihm leid täte. Mehr wollte der Familienvater zu den Vorwürfen nicht sagen. Laut Anklage hatte er in Düsseldorf auf dem Straßenstrich die 50-jährige Prostituierte mitgenommen. Später soll er sie gefesselt in einen Weiher in Bad Sobernheim geworfen haben.
Gefahr für Allgemeinheit?
Robert Peter B. muss in dem Prozess nicht nur mit lebenslanger Haft, sondern auch mit Sicherungsverwahrung rechnen. Das würde bedeuten, dass der Grevenbroicher wohl bis ins hohe Alter in Haft bleiben müsste. Er könnte erst aus dem Gefängnis entlassen werden, wenn Experten ihn als „ungefährlich“ einstufen. Am nächsten Verhandlungstag (15. Dezember) soll nun geklärt werden, ob es sich bei dem 34-Jährigen tatsächlich um einen „Hangtäter“ handelt. Die Richter wollen mit Hilfe von Psychiatern herausfinden, ob der Angeklagte eine „Gefahr für die Allgemeinheit“ darstellt. Die Plädoyers und das Urteil werden für den 29. Dezember erwartet.
Robert Peter B. hatte in Grevenbroich zusammen mit Frau und Kind einige Jahre an der Von-Droste-Straße gewohnt. Im Jahr 2000 war er vom Düsseldorfer Landgericht zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Teil dieser Strafe wurde später zur Bewährung ausgesetzt.
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