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Grevenbroich: GWG senkt Gaspreis

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 01.12.2006 - 23:15

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Die Benzinpreise haben ein Rekordniveau erreicht, die Preise für Heizöl, Erdgas und Strom steigen seit Monaten kontinuierlich - und der Verbraucher zahlt. Doch es gibt auch gute Nachrichten: „Die Auf- und Abbewegungen der internationalen und nationalen Energiemärkte wirken sich jetzt auf die lokale Preisentwicklung in Grevenbroich aus“, erklärt Willi Peitz (47), neuer Geschäftsführer des Gas- und Wasserwerks.

Ab Januar kocht das Gas- und Wasserwerk die Erdgaspreise auf etwas kleinerer 
Flamme : Nun wurde eine Netto-Senkung um 0,15 Cent pro Kilowattstunde angekündigt. 
Für ein Einfamilienhaus soll die Nettoersparnis 52,50 Euro im Jahr betragen.  Foto: Michael Reuter
Ab Januar kocht das Gas- und Wasserwerk die Erdgaspreise auf etwas kleinerer Flamme : Nun wurde eine Netto-Senkung um 0,15 Cent pro Kilowattstunde angekündigt. Für ein Einfamilienhaus soll die Nettoersparnis 52,50 Euro im Jahr betragen. Foto: Michael Reuter

Nachdem die Bezugspreise für Erdgas in den vergangenen 23 Monaten mehrfach stiegen, hat Peitz nun eine „erfreuliche Tendenz“ ausgemacht: „Die Preise sind gesunken, diesen Vorteil geben wir unmittelbar an den Kunden weiter.“ Konkret kündigt der GWG-Chef eine Netto-Senkung um 0,15 Cent pro Kilowattstunde an.

Für ein Einfamilienhaus würde das eine Ersparnis von 52,50 Euro im Jahr bedeuten. Bei einem Mehrfamilienhaus kann indes mit 135 Euro weniger gerechnet werden. Netto, wohlgemerkt. Brutto sieht die Sache wenig spektakulär aus: Einfamilienhaus-Besitzer zahlen nach dem Preisstand vom 1. Oktober exakt 2260,60 Euro im Jahr.

Kommt zum 1. Januar die Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 19 Prozent, müssen jährlich 2256,60 Euro gezahlt werden. Die Ersparnis: vier Euro.

„Die Preise, zu denen wir Erdgas einkaufen, lassen sich von der internationalen Energiepreis-Entwicklung nicht abkoppeln“, argumentiert Volker Albertz (60) vom GWG: „Als Erdgasversorger am Ende einer mehrstufigen Handelskette haben wir keinen Einfluss auf die Preisbildung. Preisschwankungen in den Energiemärkten wirken sich auch auf die Erdgaspreise des GWG aus.“ Während der Preis von Januar 2003 bis Januar 2005 - „trotz deutlichem Anstieg der Heizölpreise“ - noch konstant gehalten werden konnte, seien Erhöhungen in den Folgemonaten unumgänglich gewesen.

„Diese waren immer moderat, vielmals spiegelten sie nicht einmal den Anstieg der Beschaffungskosten wider“, so Albertz. Letztmalig wurden die Erdgasverkaufspreise zum 1. Oktober erhöht - „wir folgten damit dem Ölpreisanstieg“. Die Entlastung auf den Weltenergiemärkten habe nun zu einer Reduzierung der Beschaffungskosten geführt: „Damit wird ab Januar 2007 eine Preissenkung möglich.“

Die weltweit steigende Nachfrage nach Energie, insbesondere durch wirtschaftlich boomende Länder wie China und Indien, führe zu einer Verknappung der Energie-Ressourcen und zu einem zunehmend umkämpften Energiemarkt.

„Die Folge sind drastische Preisveränderungen bei Benzin, Heizöl, Erdgas und Kohle. Allein der Preis für Heizöl ist in den vergangenen Jahren um mehr als 50 Prozent in die Höhe geschnellt“, betont Willi Peitz: „Dies hat Auswirkungen auf die Preisentwicklung beim Gas. Denn die Erdgaspreise sind über die so genannte Ölpreisbindung an den Wert für leichtes Heizöl gekoppelt.“ Hinzu komme, dass Steuern und Abgaben die Höhe der Erdgaspreise „maßgeblich mitbestimmen“.

Der reduzierte Gaspreis gilt zunächst für das erste Quartal. Weitere Prognosen will Peitz zurzeit nicht abgeben: „Ich hoffe, dass der Preis weiterhin reduziert werden kann.“ Wegen der Gaspreisentwicklung haben nach Angaben des Geschäftsführers „deutlich unter 100“ GWG-Kunden den Gaspreis gekürzt, derzeit liegen dem Werk rund 600 Widersprüche vor.

Quelle: NGZ

 
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