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Grevenbroich: Händler fühlen sich ausgegrenzt

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 13.04.2010 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Die Werbegemeinschaft Rheydter Straße macht sich für eine bessere Anbindung ihrer Straße an die Fußgängerzone stark. Dafür sei eine attraktivere Bahnstraße erforderlich. Politik und Verwaltung sind schon aktiv geworden.

Die Werbegemeinschaft – hier Konstantinos Sideridis, Esser, Leven und Orhan Yilmaz (v.l.) – setzt sich für eine bessere City-Anbindung ein.   Foto:  M. reuter
Die Werbegemeinschaft – hier Konstantinos Sideridis, Esser, Leven und Orhan Yilmaz (v.l.) – setzt sich für eine bessere City-Anbindung ein. Foto: M. reuter

Bis wohin reicht die Grevenbroicher Innenstadt – für Fred Leven und Franz-Josef Esser vom Vorstand der Werbegemeinschaft Rheydter Straße ist die Sache klar: "Die Rheydter Straße und Bahnstraße sind Teil der Innenstadt und sollten so behandelt werden", sagt Leven. Und Esser fordert: "Angesichts der neuen Konkurrenz – etwa des Rheinpark-Centers in Neuss und der Düsseldorf Arkaden – sollten wir den gesamten Bereich vom Hammerwerk bis zur Lindenstraße als Einheit sehen und positionieren. Alle Beteiligten sollten, etwa bei Festen, mehr kooperieren, sich an einen Tisch setzen."

Das ist nicht der einzige Wunsch, die Gemeinschaft sieht ein großes Defizit: "Eine attraktive Anbindung unserer Straße an die Fußgängerzone fehlt. Die Bahnstraße vom Kreisverkehr am Finanzamt bis zum Ostwall sollte aufgewertet werden", so Vorsitzender Leven. Unter anderem seien Hauseigentümer gefragt. "Die zum Teil über 100 Jahre alten Häuser genügen oft nicht heutigen Ansprüchen an Ladenlokale."

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Leerstand

Einen größeren Leerstand gibt es an der Rheydter Straße: Ende 2009 zog Schlecker aus. Nach Informationen der Stadt ist dort ein neues Geschäft in Sicht – welches, konnte Wirtschaftsförderer Ulrich Held noch nicht sagen.

Das gelte auch für Geschäfte an der Rheydter Straße selbst. Der in den 90er Jahren errichtete Elsbachtunnel hat die Rheydter Straße verändert – in der heutigen Sackgasse ist es viel ruhiger als früher. "Wir liegen abseits. Aber die Kunden können bei uns vor der Haustür parken. Und wir haben eine gute Sortimentsmischung von Hifi-Anlagen über Schmuck bis zu Lebensmitteln aller Art", sagt Leven. Und in der Nachbarschaft tut sich zurzeit einiges: Das im Bau befindliche Finanzamt an der Merkatorstraße dürfte neue Kunden anlocken. Für die heutigen Finanzamtsstandorte an Erckens- und Bahnstraße gibt es laut dem städtischen Wirtschaftsförderer Ulrich Held "Interessenten für Wohnungen und Büros".

Mit ihren Anliegen stoßen die Geschäftsleute bei Politikern auf offene Ohren: Die CDU macht sich für eine Aufwertung der Bahnstraße stark, sieht die Zukunft zwischen Erftbrücke und Ostwall in einer Freizeit- und Gaststättenmeile mit Außengastronomie. In einem zweiten Schritt soll das Bahnhofsviertel samt verlängerter Bahnstraße und Rheydter Straße ins Visier genommen werden. Die SPD fordert ein Konzept für den gesamten Bereich.

Den Worten sollen Taten folgen: "Der Rat hat die Verwaltung beauftragt, ein integriertes Handlungskonzept für den Bereich der Innenstadt – über die Fußgängerzone hinaus bis zur Bahn – zu erstellen", erläutert im Rathaus Fachbereichsleiterin Dorothea Rendel. "Das Ziel ist es zu überlegen, wie mit Hilfe von Städtebaufördermitteln Verbesserungen möglich sind." In der nächsten Sitzung steht der Auftrag an ein Gutachterbüro auf der Tagesordnung – 30 000 Euro sind im Etat eingeplant.

Quelle: NGZ


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