Grevenbroich (NGZ). Ein siebenstöckiges Hochhaus am Hammerwerk musste am Mittwochabend evakuiert werden. In einem Versorgungsschacht des Gebäudes war ein Brand ausgebrochen. Der Rauch zog sich über mehrere Etagen.
Gegen 18.30 Uhr schrillte die Alarmsirene in der Hauptwache an der Lilienthalstraße. Feuer im Hochhaus am Hammerwerk! Für Einsatzleiter Hans-Wilhelm Becker war jetzt höchste Eile angesagt – der Brandamtmann aus Gindorf setzte 36 Feuerwehrleute in Marsch. Binnen weniger Minuten waren die Helfer vor Ort.
In einem Versorgungsschacht des siebenstöckigen Gebäudes war ein Feuer ausgebrochen. "Der Rauch erstreckte sich über mehrere Etagen", schildert Becker. Er ließ daraufhin das gesamte Hochhaus räumen, gleichzeitig wurde die Drehleiter der Wehr in Position gebracht. Über die Balkone und durchs Treppenhaus drangen Trupps mit Atemschutzgeräten in das Hochhaus ein und suchten nach dem Brandherd.
Einsatztrupps
Beim Brand am Hammerwerk waren am Mittwoch die Feuerwehrleute der hauptamtlichen Wache im Einsatz, sie wurden unterstützt von Mitgliedern der Einheiten Stadtmitte, Gustorf-Gindorf und Hemmerden. Größtes Gerät vor Ort war die Drehleiter der Wehr, die erst im vergangenen Jahr neu beschafft worden war. Die Trupps gingen mit Atemschutzgeräten vor, zudem wurde die Wärmebildkamera bei der Suche nach dem Brandherd eingesetzt.
"Das war keine leichte Aufgabe", erklärt Becker: "Wegen des Rauchs konnte der Brandherd nur sehr schlecht lokalisiert werden." Nach 45 Minuten hatten die Einsatzkräfte das Feuer in einem Schacht zwischen der dritten und vierten Etage entdeckt. "Es konnte mit einem Wasserlöscher erstickt werden", so Becker.
In dem offenen Schacht steckte eine Plastiktüte mit Papier, die in Brand geraten war. "Es hat wohl jemand im Flur geraucht und seine Kippe da rein geworfen", vermutet der Brandamtmann.
Der Einsatz verlief glimpflich, lediglich der Hausmeister musste mit Atemnot ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er war mehrfach durch das verrauchte Treppenhaus gelaufen, um verschlossene Wohnungstüren zu öffnen.
Gegen 20 Uhr rückten die Feuerwehrleute wieder ab, die Bewohner des Hochhauses konnten zurück in ihre Wohnungen.
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