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Grevenbroich: In der City bleibt's duster

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 01.12.2009 - 21:29

Grevenbroich (NGZO). Der erste Adventssonntag ist vorbei – und in der Grevenbroicher Innenstadt bleibt's abends immer noch duster: Warum die Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone bisher noch nicht eingeschaltet werden konnte.

Hoch über der Grevenbroicher Fußgängerzone wird an der Weihnachtsbeleuchtung gearbeitet: Verankerungen und Trageseile waren marode und mussten ausgewechselt werden.   Foto:  L. Berns
Hoch über der Grevenbroicher Fußgängerzone wird an der Weihnachtsbeleuchtung gearbeitet: Verankerungen und Trageseile waren marode und mussten ausgewechselt werden. Foto: L. Berns

Grevenbroich Auf ihre Weihnachtsbeleuchtung sind die Grevenbroicher Einzelhändler ein klein bisschen stolz. Denn im Umkreis findet sich kaum etwas Vergleichbares. "Unsere Illumination ist etwas Besonderes. Denn Sterne und Kaskaden wurden vor gut 25 Jahren von einem Spezialunternehmen auf die Proportionen unserer Fußgängerzone maßgeschneidert", erinnert sich Fred Schlangen. Diese Investition mache sich auch heute noch für den Handel bezahlt – denn: "In der Vorweihnachtszeit lockt die Lichterpracht nicht nur die Grevenbroicher, sondern auch sehr viele auswärtige Kunden in unsere City", erklärt der Vorsitzende des Werberings. Und das fördere den Umsatz der heimischen Geschäftsleute.

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Spezialdübel

Damit die Weihnachtsbeleuchtung sicher hängt, hat sich die Stadt für Schwerlastdübel entschieden, die mit einem Spezialklebstoff ins Mauerwerk eingelassen werden. Anker und Tragseile für die Sterne und Kaskaden sind aus rostfreiem Edelstahl.

In diesem Advent konnten die Einzelhändler aus dem Stadtzentrum jedoch noch nicht mit einem Einkaufsbummel unterm elektrischen Sternenfeld werben. Bislang blieben die Lichter über der Breite- und Kölner Straße nämlich aus. "Das ist zwar ärgerlich, war aber letztlich nicht zu vermeiden. Weil Sicherheitsgründe dahinter standen", unterstreicht Schlangen.

Beim Aufhängen der bis zu 25 Kilogramm schweren Objekte wäre es beinahe zu einem Unglück gekommen: Bei der Montage eines Beleuchtungselements in luftiger Höhe riss die Verankerung aus einer Hauswand und drohte in die Einkaufsmeile zu stürzen. Zum Glück reagierte ein Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe in Bruchteilen von Sekunden – er packte sich beherzt das fallende Teil. "Ganz klar: Hier war Gefahr in Verzug", erklärt Peter Mühlenbruch vom Bauamt: "Für uns war das ein gewichtiger Grund, um die Aufhängung zu überprüfen und auszutauschen."

Die Arbeiten haben zwar bereits in der vergangenen Woche begonnen, doch Wind und zum Teil stürmische Böen sorgten für eine Verzögerung. "Mittlerweile konnten wir 54 neue Anker und 29 Seile mit einer Gesamtlänge von rund 320 Metern installierten. Beides ist aus rostfreiem Edelstahl und dürfte für die Ewigkeit halten", meint Mühlenbruch. Nach seiner Einschätzung wird es morgen, spätestens am Donnerstag in der Fußgängerzone wieder Licht werden: "Es muss nur noch die Elektrik angeklemmt werden", so der Fachbereichsleiter aus dem Rathaus. Wie teuer die Aktion ausfällt und wer letztlich die Zeche bezahlt ist noch nicht raus: "Über dieses Thema müssen wir noch mit dem Werbering reden. Sicherlich wird auch er seinen Teil zur Erneuerung beitragen müssen", meint Mühlenbruch.

Ob die Einzelhändler dazu bereit sind, steht noch nicht fest. Fred Schlangen weist in diesem Zusammenhang vorsichtshalber schon einmal darauf hin, dass die Stadt Eigentümerin der Weihnachtsbeleuchtung sei: "Der Einzelhandel hat sich lediglich dazu bereit erklärt, die Kosten für den Strom und den regelmäßigen Austausch der Glühbirnen zu übernehmen." Pro Saison fallen hier übrigens zwischen 6000 und 7000 Euro an, die von einem Großteil der Werbering-Mitglieder aus der Fußgängerzone aufgebracht werden.

Quelle: RP

 
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