Grevenbroich (NGZ). Einsprüche gegen die Wahl zum Integrationsrat gibt's noch nicht, doch die Frage, ob es zu Manipulationen kam, stand beim Wahlausschuss im Raum: "Es gibt Behauptungen, dass Menschen zu Briefwählern gegangen sind und sich Wahlunterlagen mit unterschriebenem Wahlschein, aber ohne Wahlkreuz, haben aushändigen lassen", so Udo Robling,
Fachbereichsleiter im Rathaus, nach der Sitzung. Unregelmäßigkeiten vermuten Vertreter der Wählergruppe "Dein Grevenbroich", die mit 48,8 Prozent am besten abschnitt.
"Wir haben Hinweise von Briefwählern, dass Personen, die sich als unsere Vertreter ausgegeben hätten, ihnen Hilfe beim Ausfüllen angeboten haben", sagt Makbule Coker (29). Ismail Yavuz (18) weist aufs Ergebnis hin: "In allen Wahllokalen haben wir die meisten Stimmen, nur bei der Briefwahl lag die Liste ,Aktiv' deutlich vorn." Der Wahlausschuss befasste sich mit den Behauptungen nicht, er stellte das Ergebnis fest. "Nach der amtlichen Bekanntmachung besteht einen Monat lang die Möglichkeit zu Einsprüchen, mit denen sich der Wahlprüfungsausschuss befasst", so Robling.
Bei größeren Unregelmäßigkeiten könnte eine erneute Wahl nötig werden. Die Verwaltung kündigte an, bei Verdacht auf Straftatbestand den Staatsanwalt einzuschalten.
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