Grevenbroich (NGZ). Es ist das jüngste Grevenbroicher Schützenkönigspaar aller Zeiten: Axel und Kristina Holzhausen (beide 27) wurden zum Fest-Finale gekrönt. Ungewöhnlich: Zum Abschluss der Zeremonie erklang die Wevelinghovener Hymne.
Die Grevenbroicher Schützen haben ein neues Königspaar: Zum Fest-Finale wurden Axel und Kristina Holzhausen von Dr. Peter Cremerius proklamiert. Mit dem "jungen Königspaar für eine alte und ehrwürdige Stadt" sieht der Präsident den Verein "vor einer ganz neuen Dimension des Königsspiels": Immerhin sind die jeweils 27 Jahre alten Regenten das "jüngste Königspaar aller Zeiten."
Verheiratet sind die beiden seit dem 5. Juni, wobei sie eines mit ihren jetzt verabschiedeten Vorgängern Christoph und Sonja Oberbach verbindet: Den Heiratsantrag hat der neue König seiner Frau gleichfalls anlässlich des Fackelzugs gemacht. "Ich glaube, da können wir noch ein Geschäft draus machen", stellte der Präsident fest.
Das Königspaar
Axel Holzhausen, Tischler. Hobbys: Beachcruiser fahren und Fortuna Düsseldorf. Gehört seit 2006 zum Jägerzug "Volle Boschte". Motto: "Wir sind Fackelbau".
Kristina Holzhausen, Logopädin. Hobbys: Radfahren, Fitness.
Adjutantenpaar Swen Friedrich und Fan Zeller.
"Ihr habt ein Zeichen gesetzt – wir sind stolz auf Euch", attestierte Oberst Joachim Schwedhelm seiner Tochter und seinem Schwiegersohn, die sechs Jahre nach ihm und seiner Frau Angelika gekrönt wurden. Die familiären Bindungen machten das Kuriosum unausweichlich, "dass ein Schwiegervater seinem Schwiegersohn die Treue schwört", so der Regimentschef. Lob gab es auch für die 13-köpfige Leibgarde: Peter Cremerius verwies darauf, dass die "Tolle Boschte" gerade einmal ihr viertes Schützenfest gefeiert hätten.
Mit ebenso lautstarkem Applaus wie sie das neue Königspaar begrüßten, hatten die Schützen und ihre Gäste zuvor Christoph und Sonja Oberbach verabschiedet. "Danke, dass Ihr unser Königspaar wart", rief ihnen der Präsident zu. Für die beiden scheidenden Regenten war "die kaum zu beschreibende Zeit mit jeder Menge Spaß verbunden", wie sie in ihrer Abschiedrede betonten. Kein Grevenbroicher Krönungsball, bei dem nicht auch die "Konkurrenz" aus Wevelinghoven eine Rolle spielte: Statt wohlplatzierter Nadelstiche war diesmal allerdings Harmonie angesagt.
Cremerius würdigte seinen zum Jahresende als Präsident der Wevelinghovener Bürgerschützen aus dem Amt scheidenden Freund Rudolf Broens als "den liebenswürdigsten und beliebtesten Präsidenten im Stadtgebiet". Zugleich kam es zu einer Premiere, die bislang Ihresgleichen suchte: Der Präsident der Grevenbroicher Bürgerschützen ließ die Wevelinghovener Hymne "Hoch lebe die Gartenstadt" anstimmen. Auch wenn es noch etwas textsicherer und stimmgewaltiger werden könnte, ist die "Uraufführung" im Festzelt jedenfalls gelungen. "Wer meint, unsere gegenseitigen Neckereien seien auch nur im Ansatz ernst gemeint, der hat etwas verpasst", beschrieb Cremerius das geradezu "historische" Hoch in den diplomatischen Beziehungen zwischen Schloss- und Gartenstadt.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.