Grevenbroich (NGZO). "Heisser Draht" NGZ-Leser sind gegen weitere kostenpflichtige Parkzonen.
Beim "Heißen Draht" zeigten die NGZ-Leser der CDU am Freitag die rote Karte. Einhellige Meinung: Die Stadt braucht keine weiteren gebührenpflichtigen Parkzonen.
"Wenn Autofahrer nicht mehr kostenlos parken können, werden sie die Innenstadt meiden", warnt Hans Broich (69) aus Wevelingoven: "Die Leute fahren dann nach Real auf die grüne Wiese". Oder bald ins neue Huma-Center in Neuss, wie Heinz Coenen (70) aus Kapellen befürchtet. Und Wolfgang Dellmann (67) aus Laach meint: "Generell sollte das Parken in der Innenstadt kostenlos sein. Das stärkt die Kaufkraft, die Händler werden davon profitieren."
Bloß keine Gebühren auf dem Wevelinghovener Marktplatz, fordert Optikerin Claudia Wölki (43): "Damit treibt man die umliegenden Händler in den Wahnsinn, denn die Autofahrer würden sich kostenlose Ausweichparkplätze suchen." Geschäftsfrau Brigitte Burbach (45) sieht das ähnlich: "Wenn auf dem Marktplatz Gebühren erhoben würden, fahren die Kunden auf die grüne Wiese."
Erhard Naht (79) aus Neurath befürchtet, dass die Innenstadt mit weiteren kostenpflichtigen Parkzonen "noch leerer wird als sie es heute schon ist". Und Monika Paduch machte per E-Mail ihrem Ärger Luft: "Besonders kritisch sehe ich den Plan, das Parkdeck am Grevenbroicher Bahnhof mit Gebühren zu belegen. Die Pendler, die in der Stadt keine Arbeit finden, haben schon genug Kosten zu tragen, um ihr Einkommen zu erwirtschaften." Eugen Obser, ein gebürtiger Grevenbroicher, wohnt seit 60 Jahren in Neuss. Fast wöchentlich fährt er in seine Heimatstadt, um dort in der Innenstadt zu bummeln. Sollte der Platz der Republik gebührenpflichtig werden, weiß er schon heute: "Dann werde ich nicht mehr nach Grevenbroich fahren."
Frank Röder aus Elsen beschwerte sich ebenfalls per Email: "Bürgermeisterin und Rat sind offensichtlich wenig gewillt zu sparen. Automatisch fällt diesen Leuten immer nur ein: den Bürger zur Kasse zwingen, egal wie. Ich werde keinen Einkaufsbummel durch die Stadt machen, da tickt im Hintergrund der Gebührenzähler." Auf dem gleichen Weg brachte es auch Alfred Essers auf den Punkt: "Der Autofahrer ist die Melkkuh der Nation. Bekommen die eigentlich niemals den Hals voll?"
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