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Grevenbroich: Kostenfrage noch nicht beantwortet

zuletzt aktualisiert: 14.04.2008 - 21:29

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich (wilp) Was kostet die Umsetzung des Museumskonzepts? Diese wichtige Frage bleibt zunächst unbeantwortet. Erster Beigeordneter Michael Heesch kann zurzeit noch „keine belastbaren Zahlen“ nennen.

„Sicher ist, dass die Stadt einen Teil der Kosten tragen muss. Kultur gibt es schließlich nicht zum Nulltarif“, meint er. Andererseits sei Grevenbroich aber auch auf die Hilfe von Dritten angewiesen, die mit ihren Fördergeldern die Zukunft des Museums sicherstellen sollen.

Gut möglich, dass der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hierzu seinen Teil beitragen wird. Er hat bereits 30 000 Euro in die Konzeption investiert. Und Dr. Peter Joerißen vom Archiv- und Museumsamt stellt zumindest in Aussicht, dass der LVR „weiterhin mit im Boot sein wird“, denn: „Er hat das Konzept sicher nicht ohne Hintergedanken in Auftrag gegeben.“ Joerißen selbst ist der Überzeugung, dass die Expertise „Hand und Fuß hat“ und der Stadt Grevenbroich durchaus auch einen Schub in Sachen Tourismus geben könnte: „Das, was hier entstehen soll, dürfte interessant für den ganzen Niederrhein sein - bis hin nach Kleve.“

Der Kulturausschuss wird sich ab dem 29. April mit dem Konzept beschäftigen. Dort will Michael Heesch für die Umsetzung werben und auch die finanzielle Seite schonungslos ansprechen: „Wir sind hier bereits auf einem guten Weg, um eine solide Finanzierung sicherzustellen“, zeigt er sich zuversichtlich.

Das Grevenbroicher Stadtsäckel wird aber nicht verschont bleiben. Denn die Villa Erckens muss „museumsreif“ umgebaut werden, hier sind Investitionen etwa in die Klimatechnik notwendig. Und auch das feuchte Kellergeschoss, das künftig zum Teil als Depot genutzt werden soll, muss saniert werden. „Diesbezüglich sind wir schon in Gesprächen mit dem städtischen Gebäudemanagement“, so Heesch.

Wann die Grevenbroicher ihr neues Museum besuchen können, ist noch offen: „Das ist sicherlich keine Aufgabe, die wir bereits im nächsten Jahr gelöst haben. Das kann mitunter Jahre dauern“, erklärt der Erste Beigeordnete.

Sobald das Konzept umgesetzt ist, soll die Villa Erckens mit der bewährten Mannschaft aus dem Bereich Kultur und Stadtarchiv weitergeführt werden. Ob zu einem späteren Zeitpunkt eine personelle Verstärkung notwendig werden wird, will Heesch nicht ausschließen: „Auch das wird ein wichtiger Teil unseres Betriebskonzepts sein, an dem wir jetzt verstärkt arbeiten werden.“

Quelle: NGZ


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