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Grevenbroich: Kreis saniert sein Hochhaus

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 21.01.2012

Grevenbroich (NGZ). Der Kreis bringt sein Hochhaus auf Vordermann: 2,3 Millionen Euro werden in die Sanierung des Gebäudes investiert. Unter anderem entstehen bis 2013 mehr Büros – das löst auch die Platzprobleme im Rathaus.

Das Hochhaus des Rhein-Kreises wird ab März saniert. Das Projekt, das rund 2,3 Millionen Euro kostet, soll im Frühjahr 2013 abgeschlossen werden.   Foto:  M. Reuter
Das Hochhaus des Rhein-Kreises wird ab März saniert. Das Projekt, das rund 2,3 Millionen Euro kostet, soll im Frühjahr 2013 abgeschlossen werden. Foto: M. Reuter

Das höchste Gebäude im Grevenbroicher Stadtzentrum wird auf Vordermann gebracht: Voraussichtlich im März wird der Rhein-Kreis Neuss mit der Sanierung seines Hochhauses auf der Schanze beginnen. Die 1965 errichtete Immobilie soll künftig mehr Büroräume bieten, darüber hinaus wird sie energietechnisch auf einen aktuellen Stand gebracht. "Wir wollen dieses Projekt im Frühjahr 2013 abschließen", erklärt Kreisbaudezernent Nicolas March.

Eines steht fest: Künftig werden die Mitarbeiter des Kreises enger zusammenrücken müssen. "Wir werden auf den vorhandenen Flächen mehr Büros unterbringen", schildert March das Ziel. Zurzeit sind etwa 120 Bedienstete im Hochhaus beschäftigt, künftig sollen es mehr als 140 sein. Größere Schwierigkeiten beim Umbau sieht der Dezernent nicht: "Das Hochhaus hat ein Stahlträger-Skelett, es gibt keine tragenden Wände. Von daher können wir die Räume dynamisch aufteilen." Bei dieser Gelegenheit werden auch die etwa 90 Fenster demontiert und durch neue, energiesparende Modelle ersetzt.

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Jobcenter

Im Hochhaus auf der Schanze sollen alle Mitarbeiter des Jobcenters Grevenbroich zusammengefasst werden. Sie werden künftig auch für Jüchen und Korschenbroich zuständig sein.

Weitere Zusammenlegung in Neuss (auch für Kaarst und Meerbusch) sowie in Dormagen (mit Rommerskirchen).

Sensoren für Licht und Heizung

Apropos: In sämtlichen Büros kommen künftig Sensoren zum Einsatz. "Sie reagieren, sobald ein Mitarbeiter den Raum verlässt", berichtet Nicolas March: "Ist das Büro leer, wird die Heizung heruntergefahren. Zudem wird das Licht gedimmt oder – bei längerer Abwesenheit – automatisch ausgeschaltet." Abgerundet wird das Sanierungspaket durch neue Bodenbeläge und moderne Sanitäranlagen.

Der Umbau wird unter laufendem Betrieb vorgenommen. Ein Teil der Bediensteten wird in andere Gebäude umgesiedelt, die übrigen verbleiben vor Ort. "Diese Mitarbeiter müssen aber – je nach Baufortschritt – in andere Büros ziehen", erklärt Nicolas March.

Auf den obersten Etagen des Hochhauses sollen künftig alle Mitarbeiter des Jobcenters Grevenbroich zusammengefasst werden. Sie werden künftig nicht nur für die Schlossstadt, sondern auch für Jüchen und Korschenbroich zuständig sein. Damit zeichnet sich ab 2013 auch eine Entlastung für das Grevenbroicher Rathaus ab.

Mehr Platz ohne Jobcenter

Dort drängen sich Beamte und Angestellte mittlerweile: Büros sind überbelegt, Beratungsgespräche müssen auf dem Flur geführt werden. Um die Platznot zu lindern, hat die Stadt bereits Räume in der Umgebung angemietet. "Fakt ist, dass sich das Jobcenter in unserem Rathaus befindet. Sobald das raus ist, haben wir etwas mehr Luft", erklärt Bürgermeisterin Ursula Kwasny.

Bis zum Frühjahr 2013 muss sich die Verwaltung behelfen. Eine Aufstockung des Rathauses um eine vierte Etage käme aus finanziellen Gründen nicht in Frage: "Das wäre unwirtschaftlich", so der Erste Beigeordnete Michael Heesch.

Quelle: NGZ


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