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Grevenbroich: Kreisel-Sponsoren gesucht

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 30.01.2007 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Neuenhausen Wer bei Neuenhausen von der Autobahn 540 runter will, hat seine Probleme. Denn am Ende der Ausfahrt angekommen, ist Warten angesagt. Dichter Verkehr aus Richtung Südstadt und Frimmersdorf macht das Abbiegen oder Geradeausfahren zu einem Glücksspiel - vor allem zur Schichtzeit der großen Betriebe.

Hier soll es demnächst rund gehen: Die Stadt plant den Bau eines Kreisverkehrs 
an der Autobahnauffahrt bei Neuenhausen. Noch unklar ist allerdings, wie das 
Projekt finanziert werden soll.  Foto: Hans Jazyk
Hier soll es demnächst rund gehen: Die Stadt plant den Bau eines Kreisverkehrs an der Autobahnauffahrt bei Neuenhausen. Noch unklar ist allerdings, wie das Projekt finanziert werden soll. Foto: Hans Jazyk

Immer wieder kommt es auf der Kreuzung zu brenzligen Situationen, die Kreispolizei hat sie längst zum „unfallauffälligen Bereich“ eingestuft.

Um den Verkehrssituation an diesem Punkt zu entschärfen, fordern CDU und FDP bereits seit geraumer Zeit einen Kreisverkehr. Dieses Begehren ist beim Landesbetrieb Straßen NRW angekommen, doch: Die Behörde rät zum Bau einer Ampel. Denn eine Signalanlage würde mit 80 000 Euro deutlich weniger Kosten verschlingen als der Bau eines Kreisels, erklärt der stellvertretende Leiter Wilhelm Höfener.

Womit sich die Grevenbroicher jedoch nicht zufrieden geben. Sie bestehen auf einem Kreisel, suchten das Gespräch mit NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke und konnten einen Teilerfolg verbuchen.

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Kreisel-Vorteile

Der Kreisel hat gegenüber herkömmlichen Verkehrsknoten einen Vorteil: die größere Sicherheit. Sie wird vor allem durch die niedrige Geschwindigkeit der durchfahrenden Autos erzielt, aber auch durch die bessere Übersichtlichkeit. Zudem kann ein Kreisel auch ein hohes Verkehrsaufkommen mit einem Minimum an Stau effizient bewältigen.

Der Minister sagte zu, dass die Stadt die 80 000 Euro auch für den Bau eines Kreisverkehrs verwenden könne. Zusätzlich gibt es aus Düsseldorf noch einen Verwaltungskosten-Zuschuss von 8 000 Euro. Der Knackpunkt: Mit 88 000 Euro lässt sich wohl kein Kreisel bauen. Daher wird derzeit im Rathaus ermittelt, was ein solches Projekt kostet.

„Wir haben mit dem Landesbetrieb abgestimmt, dass wir diesen Kreisverkehr planen werden“, erklärt Technischer Beigeordneter Werner Hoffmann. Nach dem derzeitigen Stand muss der Kreisverkehr einen Radius von 40 Metern haben, damit er den starken Verkehr - vor allem auch Lastwagen - aufnehmen kann.

„Bis Ende Februar wollen wir mit dem straßenbautechnischen Entwurf fertig sein, darüber hinaus werden wir dann auch eine genaue Kostenermittlung vorlegen können“, so Werner Hoffmann. Zuletzt sei der Landesbetrieb Straßen davon ausgegangen, dass ein Kreiselbau bei Neuenhausen rund 200 000 Euro kosten werde. „Schon jetzt ist absehbar, dass wir diesen Betrag wohl deutlich unterschreiten werden“, meint der Technische Beigeordnete.

Offen bleibt aber die Frage, wie die Stadt den Kreisverkehr finanzieren will. Das Problem: „Aufgrund unserer Haushaltssituation dürfen wir den Differenzbetrag nicht ausgleichen“, unterstreicht Werner Hoffmann.

Die Kommune sei daher auf Dritte angewiesen. Bürgermeister Axel Prümm habe sich bereit erklärt, bei den Unternehmen, die „an der Achse der Landstraße 361“ liegen, um finanzielle Unterstützung zu bitten. „Nur so wird es gelingen, eine solche, sicherlich auch zukunftsträchtige Maßnahme zu realisieren“, meint der Beigeordnete.

Falls das Projekt „Kreisel“ nicht gelingen sollte, hat die Stadt eine Zusage des Landesbetriebs Straßen: Die 80 000 Euro gibt es auf jeden Fall - für den Bau einer Ampel.

Quelle: NGZ


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