Grevenbroich (NGZ). Den Hitzewochen kann Stefan Stelten aus beruflicher Sicht Positives abgewinnen: "Unsere Kunden verbrauchen zurzeit mehr Wasser", sagte der Geschäftsführer der Kreiswerke Grevenbroich mit Sitz in Kapellen bei der Vorstellung der Bilanz 2009. 10,2 Millionen Kubikmeter Wasser lieferten die Kreiswerke an knapp 205 000 Menschen in Teilen des Rhein-Kreises und in Wickrath – bei konstanten Preisen.
Die Wassermengen sind ebenso leicht gestiegen wie die Umsatzerlöse (18,84 Millionen Euro). Optimistisch blickten die Geschäftsführer Stelten und Ingolf Graul sowie Aufsichtsratsvorsitzender Heinz-Josef Drießen in die Zukunft. Die Selbständigkeit der Kreiswerke sei gesichert, so Stelten. "Wir sind bei einer Eigenkapitalquote von über 55 Prozent ein kerngesundes Unternehmen. Wir denken wohl aber über Kooperationen mit benachbarten Versorgern nach."
Veränderungen beim Braunkohletagebau stellten Unternehmen bei der Wasseraufbereitung vor neue Herausforderungen. "Wir sind davon weniger betroffen als andere – und daher ein interessanter Gesprächspartner", sagt Stelten, der Einzelheiten noch nicht nannte. Ein Meilenstein 2009 war der Abschluss des bis 2026 geltenden Konzessionsvertrages mit der Stadt Neuss – nach langen juristischen Auseinandersetzungen. Die Verhandlungen waren auch mit ein Grund dafür, dass die Investitionen 2009 mit 3,5 Millionen Euro niedriger ausfielen als 2008 (5,9 Millionen). "Wir hatten bei einigen Projekten in Neuss zunächst abgewartet", so Stelten. Nun wird angepackt, zurzeit laufen umfassende Rohrsanierungen in Norf.
Grund zur Freude geben die Badeseen der Kreiswerke – der Kaarster und Straberger See. Stelten: "Angesichts des Wetters haben wir die Zahl der Badegäste 2009 – 90 000 – in diesem Jahr schon jetzt fast erreicht. Allein am vergangenen Wochenende kamen 20 000."
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