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Grevenbroich: Kultur in die alte Kaserne?

VON SEBASTIAN MEURER - zuletzt aktualisiert: 17.10.2007 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Kapellen Nachdem die Nato-Kaserne an der Neusser Straße mittlerweile nicht mehr für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird, stellt sich zwangsläufig die Frage nach ihrer Zukunft. Die Diskussion hierüber ist mit der inzwischen erfolgten Übergabe an die Landesvermögensverwaltung eröffnet, über die die Verwaltung gestern den Sozialausschuss informierte.

Die alte Nato-Kaserne: interessant für die Stiftung Hombroich?  Foto: NGZ
Die alte Nato-Kaserne: interessant für die Stiftung Hombroich? Foto: NGZ

Insbesondere die Nähe der inzwischen geräumten Nato-Kaserne zum geplanten „Raumortlabor“ der Museumsinsel Hombroich ist offenbar bestens geeignet, die Phantasie anzuregen. „Vorstellbar und aus der Sicht der Stadt auch wünschenswert“, ist Sozialdezernent Dr. Frank Bätge zufolge eine Nutzung zu kulturellen Zwecken. Für Heike Steinhäuser, Leiterin des Fachbereichs Soziales, wäre die „künstlerische Auseinandersetzung“ mit der denkwürdigen geschichtlichen Entwicklung von der militärischen Nutzung durch belgische und US-Streitkräfte zur seitherigen Flüchtlingsunterkunft jedenfalls eine „überaus spannende Angelegenheit“.

Sicher ist einstweilen indes nur, dass die Stadt angesichts notorisch klammer Finanzen nicht selbst einspringen kann, wenngleich sie den Fortgang der Dinge „mit Spannung“ verfolgt, wie es im Ausschuss hieß. Ein entsprechendes Angebot der Vermögensverwaltung hat die Stadt inzwischen allerdings abgelehnt. Womit die Stiftung Insel Hombroich ins Spiel käme: Kontakt zur Vermögensverwaltung habe es gegeben, bestätigt Wilhelm Petzold, der Geschäftsführer der Stiftung. Das Ganze befinde sich jedoch noch „in einem ganz frühen Stadium“.

Zunächst sei die „Landesvermögensverwaltung am Zug, um einige Dinge zu klären. „Dann werden wir anfangen, Fragen zu stellen“, stellte Wilhelm Petzold gestern fest. Er selbst etwa habe sich die Kaserne bisher lediglich von außen angesehen, Sache der Vermögensverwaltung sei es zunächst, die Gebäude eingehend unter der Lupe zu nehmen, ehe konkret darüber gesprochen werden kann, ob eine Mitwirkung der Stiftung an einer neuen Nutzung der Kaserne möglich wäre und wie sie aussehen könnte.

Auch wenn momentan hier noch nichts spruchreif ist, zeigt sich Petzold jedenfalls aufgeschlossen: „Da kann man drüber nachdenken - wird sind prinzipiell bereit, darüber zu reden“, umreißt er den Standpunkt der Stiftung Insel Hombroich.

Quelle: NGZ


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