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Grevenbroich: Kwasny unterstützt Abwahl von Kamp

zuletzt aktualisiert: 22.02.2012

Grevenbroich (NGZ). Die CDU will die Beigeordnete Barbara Kamp abwählen – und erhält Unterstützung von der Bürgermeisterin. "Ich würde einem solchen Verfahren nicht entgegenstehen", so Ursula Kwasny auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Beigeordneten-Stelle von Barbara Kamp steht zur Diskussion.  Foto:  lber
Die Beigeordneten-Stelle von Barbara Kamp steht zur Diskussion. Foto: lber

Für sie ausschlaggebend: "Mit dem Streichen einer Beigeordnetenstelle wird der Haushalt entlastet."

Sollte der Rat für eine Abwahl votieren, müsse die Stadt der Beigeordneten drei Monatsgehälter weiterzahlen. Wie Kwasny erklärt, erhalte Kamp danach bis zum Ende ihrer regulären Amtszeit (August 2016) 71 Prozent ihrer bisherigen Bezüge über die Versorgungskasse. "Das heißt: Unser Etat wird nicht weiter belastet – wir sparen. Immer vorausgesetzt, dass die Stelle nicht wieder besetzt wird", so die Bürgermeisterin. Sie und die übrigen drei Beigeordneten müssten dann jedoch mit Mehrarbeit rechnen.

ABG: Konsequenzen ziehen

Ursula Kwasny selbst will über ihre Beigeordnete "kein schlechtes Wort" verlieren: "Sie hat ihre Aufgaben – und über ihre Arbeit kann ich nichts Negatives sagen", betont sie. Allerdings fragt sich die Verwaltungschefin auch: "Ich weiß nicht, ob Frau Kamp hier glücklich ist, sie wird ja dauernd angegriffen." Aus diesem Grund hatte die Beigeordnete schon im Februar des vergangenen Jahres erklärt, dass sie mit einer Abwahl einverstanden wäre. Sie fühle sich von Teilen des Stadtrates geradezu "gemobbt", hieß es.

Vor diesem Hintergrund forderte Rolf Göckmann von der ABG-Fraktion gestern die Beigeordnete auf, selbst die Konsequenzen zu ziehen: "Bis dahin oder bis zum Ablauf der Amtszeit erwarten wir, dass sie vernünftig und gewissenhaft ihre Arbeit macht." Nach Göckmanns Ansicht sei eine jetzige Abwahl der Beigeordneten nur mit geringen Spareffekten verbunden. Anders hätte sich die Situation im Jahr 2008 dargestellt, als Kamp zur Wiederwahl anstand. "Diese Chance hat die CDU zunächst auf absehbare Zeit vertan", kritisiert der Fraktionschef: "Ihr jetziger Sinneswandel ist nicht nachvollziehbar."

Quelle: NGZ/rl


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