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Grevenbroich: Lange-Walker wird baureif

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 18.02.2010 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Vor 20 Jahren sollten Hightech-Firmen auf dem Lange-Walker-Gelände angesiedelt werden. Doch das Areal war verseucht, es musste aufwendig saniert werden. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen – bald soll gebaut werden.

Wenn es nach Ralf Müller von der Stadtplanung ginge, könnte das Schloss zum Lange-Walker-Gelände schon jetzt geknackt werden. Aus dem Areal in Wevelinghoven soll ein Gewerbegebiet werden.   Foto:  M. Reuter
Wenn es nach Ralf Müller von der Stadtplanung ginge, könnte das Schloss zum Lange-Walker-Gelände schon jetzt geknackt werden. Aus dem Areal in Wevelinghoven soll ein Gewerbegebiet werden. Foto: M. Reuter

Wevelinghoven Es war ein zukunftsweisendes Konzept, das der damalige Grevenbroicher Stadtkämmerer Burkhard Drescher zum Anfang der 90er Jahre vorstellte: Unter dem Titel "Techno-Park an den Eichen" sollten Unternehmen aus der Hightech-Branche auf dem ehemaligen Gelände der Firma Lange-Walker angesiedelt werden. Was Drescher damals nicht wusste: Das Areal, auf dem Zubehör für die Automobilindustrie hergestellt wurde, war verseucht. Es musste über Jahre hinweg saniert werden.

Was kaum jemand noch für möglich hielt: Die Arbeiten auf dem fast drei Hektar großen Gelände sind nun endgültig abgeschlossen worden. Und das mit Erfolg. "Die Brache ist sauber. Lediglich das Grundwasser wird noch beobachtet, doch hier gibt es keine Auffälligkeiten", erklärt Ralf Müller. Der Fachdienstleiter für die Stadtplanung im Grevenbroicher Rathaus will nun keine Zeit mehr verlieren: Nach einem Ortstermin mit der Eigentümerin des Areals, der Landesgesellschaft "NRW.Urban", soll nun die Bauleitplanung in Gang gesetzt werden.

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Sanierung

Auf dem Lange-Walker-Gelände wurden bis in die 1980er Jahre unter anderem Auspuffanlagen für Autos gebaut. Für die Verarbeitung wurden Lösemittel verwendet, die durch Schachstellen im Werkshallenboden ins Erdreich sickerten. Chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW) gelangten ins Erdreich, es musste saniert werden.

Das heißt: Noch vor der Sommerpause sollen den städtischen Gremien die ersten Pläne für die künftige Nutzung des Geländes auf den Tisch gelegt werden. Zurzeit ist allerdings noch nicht klar, wer sich auf der Brache künftig niederlassen wird. "Fest steht lediglich, dass wir dort Gewerbe ansiedeln möchten", sagt Ralf Müller. Diese Betriebe müssten jedoch sorgsam ausgewählt werden, da Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe der Brache liegen. "Es darf also nichts sein, was die Leute dort stören würde", meint der Stadtplaner.

Sobald Baurecht besteht, soll es an die Vermarktung gehen. Hier sind Stadt und Landesgesellschaft übrigens noch offen für Angebote. "Die Fläche könnte sowohl an einen als auch an mehrere Interessenten verkauft werden", meint Müller. Der Grundstückspreis auf dem Lange-Walker-Areal liegt im üblichen Rahmen: "Gewerbeflächen kosten in Grevenbroich 50 bis 55 Euro pro erschlossenem Quadratmeter, das wird in Wevelinghoven nicht anders sein", sagt Müller.

Schon vor der Planung sind sich Stadt und Landesgesellschaft einig, dass aus der Brache keine öde Gewerbeansiedlung werden soll. Große Teile werden mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Burkhard Dreschers Idee vom Gewerbepark "an den Eichen" könnte dann – nach 20 Jahren – real werden.

Quelle: NGZ


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