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Grevenbroich: Lichtblicke für den Einzelhandel

VON LINA WÖHL - zuletzt aktualisiert: 03.12.2006 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Eine stressfreie und entspannte Atmosphäre, gut gelaunte Käufer, volle Geschäfte bis in den späten Abend und zufriedene Einzelhändler: Diese Bilanz zogen die Grevenbroicher Geschäftsleute jetzt nach dem ersten „Adventszauber“, der am Samstag scharenweise Besucher in die Innenstadt gelockt hatte. Weihnachtliche Dekoration, Musik und bis 21 Uhr verlängerte Öffnungszeiten - dieses Konzept ging voll und ganz auf.

Weihnachtsmusik und Öffnungszeiten bis 21 Uhr: Der Adventszauber hat sich für den Einzelhandel gelohnt. Foto: M. Reuter
Weihnachtsmusik und Öffnungszeiten bis 21 Uhr: Der Adventszauber hat sich für den Einzelhandel gelohnt. Foto: M. Reuter

„Unsere Erwartungen sind deutlich übertroffen worden“, sagte Werbering-Vorsitzender Fred Schlangen. „Ich dachte, dass es zumindest ruhig losgehen würde, doch um neun Uhr früh war die Stadt voll.“ Im Vorfeld hatten die Organisatoren noch gescherzt: „Am ersten Adventswochenende fährt die Region nach Grevenbroich“. Doch nun sei dieser Spaß tatsächlich ernst geworden. Der Besucherandrang sei konstant hoch gewesen.

Eva Krause stimmte zu: „Die Stimmung war allgemein sehr ruhig und harmonisch. Die Leute haben sich Zeit genommen und in Ruhe geschaut, Hektik gab es eigentlich nie. Und für die Einzelhändler hat sich der Tag wirklich gelohnt.“ Lichterbögen und Tellerkerzen tauchten die Fußgängerzone in ein freundliches Licht, leise Weihnachtsmusik klang aus Lautsprechern. Auf der Bühne am Marktplatz gab’s in den Abendstunden ein Weihnachtskonzert, während der Glühwein-Duft vom angrenzenden Weihnachtsmarkt für Wohlfühl-Stimmung sorgte.

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Weihnachtsgeschäft

Das Weihnachtsgeschäft hat gerade begonnen, doch Streit gibt es um die Zuschläge für das Verkaufspersonal bei erweiterten Öffnungszeiten im Handel. „Wer abends noch länger im Laden stehen soll, muss dafür auch angemessene Zuschläge bekommen“, so die Gewerkschaft Verdi.

Ein Hingucker auf dem Weihnachtsmarkt: die Krippe mit zwei lebendigen Ziegen sowie einem unbeeindruckt von den neugierigen Besuchern Heu kauenden Esel. Die meisten Einzelhändler hatten sich zusätzlich zu den verlängerten Öffnungszeiten besondere Aktionen ausgedacht: So gab es für die Kunden vielerorts kleine Geschenke, Wein oder gar ein Weckmann-Buffet.

In der Innenstadt waren zudem bunt kostümierte Clowns unterwegs, die Kinder mit Luftballons beschenkten oder die Kleinen mit Zaubertricks beeindruckten, in der Coens-Galerie gab’s eine Modenschau. „Diese Veranstaltung ist etwas, was die Kunden gerne annehmen“, sagte Krause. „Denn sie merken, dass wir versucht haben, den Tag für sie besonders angenehm und attraktiv zu gestalten.“

Weihnachtliche Stimmung bei bei verlängerten Öffnungszeiten. Foto: M. Reuter

Mit pfiffigen Ideen sei es auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten möglich, die Läden zu füllen: „Man kann die Kunden auch heute locken, wenn man sich etwas Besonderes einfallen lässt.“ Als besonders guten Einfall verbucht der Werbering auch den „Adventszauber“: Noch gegen 20.30 Uhr seien die Geschäfte nahezu durchweg gut gefüllt gewesen. „Als die Geschäfte schlossen, war der Weihnachtsmarkt immer noch sehr gut frequentiert.“

Für die Mitarbeiter seien derartige Aktionen natürlich eine zusätzliche Belastung.„Es ist schon hart. Allerdings sind diese Aktionen ja über einen längeren Zeitraum hin einmalig und wir teilen die Schichten so auf, dass nicht jeder von morgens bis abends arbeiten muss“, erklärte Schlangen.

Ob der „Adventszauber“ ein Modell mit Zukunft ist, steht allerdings noch nicht fest: „Es war ein ausgesprochen schöner und für die Einzelhändler lohnender Samstag. Wie es im kommenden Jahr laufen wird, wissen wir noch nicht. Aber wenn sich die Möglichkeit bietet, werden wir wohl nicht auf einen verkaufsoffenen Sonntag verzichten.“

Am Montag in der NGZ: Zur Sache Momentaufnahme

Quelle: NGZ


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