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Grevenbroich: Nach L 361n-Stopp: Grüne wollen Lkw-Verbot

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 28.09.2011

Grevenbroich (NGZ). Nachdem das Land die Pläne zum Bau der Landstraße 361n gestoppt hat, sollen nun die Kapellener vom Lastwagenverkehr entlastet werden. Das fordern die Bündnisgrünen. Sie setzen sich für ein Lkw-Verbot auf der Tal- und Neusser Straße ein.

Anlieger klagen über den Verkehr auf der Talstraße in Kapellen.  Foto:  M. Reuter
Anlieger klagen über den Verkehr auf der Talstraße in Kapellen. Foto: M. Reuter

Der umstrittene Lückenschluss der Landstraße zwischen Wevelinghoven und Kapellen wird in den nächsten Jahren nicht kommen. Das hatte NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger in der vergangenen Woche mitgeteilt. Das Land wolle sich vornehmlich auf die Sanierung bestehender Straßen konzentrieren, statt kostspielige Neubauprojekte in Angriff zu nehmen (die NGZ berichtete). "Das ist eine erfreuliche Nachricht für die Anwohner von Gilverath, Tüschenbroich und Wevelinghoven. Denn mit der Realisierung der Straße wären sie stark vom Verkehr belastet worden", erklärt Dieter Dorok, Kreistagsabgeordneter und Stadtratsmitglied der Grünen. Nach seiner Ansicht müssten nun auch die Anlieger der Tal- und der Neusser Straße in Kapellen vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Antrag für nächste Ratssitzung

Dorok denkt hierbei vor allem an ein Lkw-Verbot für die Ortsdurchfahrten. "Es ist unzumutbar, dass annähernd alle Ortsdurchfahrten für Lastwagen gesperrt wurden – bis auf Kapellen", meint der Politiker. Schon im März 2007 hatten sich die Grünen für eine solche Regelung eingesetzt, doch ihr Antrag wurde seinerzeit abgeschmettert. "Nun werden wir ihn für die nächste Ratssitzung wiederholen", kündigt Dieter Dorok an. Er appelliert an die anderen Fraktionen, sich diesem Antrag anzuschließen.

Vor allem die Mitglieder der Initiative "Pro Ortsumfahrung Kapellen-Wevelinghoven" beklagen den starken Lastwagenverkehr auf den beiden Straßen. Die Fahrbahnen seien vom Verkehr bereits überbeansprucht worden und reparaturbedürftig. In einem offenen Brief an Minister Voigtsberger haben die Aktiven um Hans Strunk und Ernst Bizer den Beschluss der Landesregierung scharf kritisiert. Er gehe auf Kosten der Gesundheit und der Lebensqualität der Anlieger.

Quelle: NGZ


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