Grevenbroich (NGZO). Mit der von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Aufteilung der über 30 Grevenbroicher Ortsteile auf Stadtteile konnten sich Politiker mehrerer Fraktionen gar nicht anfreunden.
Die Konsequenz: Die vom Rat beschlossene Hauptsatzung zählt für das Gebiet der Stadt wie bisher nur die Orte von A wie Allrath bis W bis Wevelinghoven auf. Die Zuordnung zu größeren Stadtteilen wird laut Ratsbeschluss nicht Teil der Satzung.
Zur Vorbereitung auf die Volkszählung ab 2011 hatte die Verwaltung das Stadtgebiet in neun Stadtteile – mit je einem oder mehreren Ortsteilen – gegliedert. Neu waren etwa die Stadtteile Neuenhausen und Elsen. Der Ortsteil Tüschenbroich, bislang Hemmerden zugeordnet, wurde nun Kapellen zugeschlagen. Ein weiterer Unterschied zu früher: Die Stadtteilliste samt dazugehöriger Karte sollte in die Hauptsatzung des Rates aufgenommen werden.
Doch die Grenzziehungen riefen Politiker unter anderem aus der CDU auf den Plan: Fraktionschef Norbert Gand schlug vor, den Punkt "zurückzustellen und mit den betroffenen Bürgern zu diskutieren". Gewachsene Strukturen dürften nicht zerstört werden. Der Wevelinghovener CDU-Ortsverbandschef Holger Leusch wies darauf hin, dass die Anwohner der Wohngebiete Hofbuschweg und Gather Hof in Wevelinghoven nach der neuen Aufteilung zu Kapellen gezählt würden, "obwohl sie zur Gartenstadt orientiert sind". Auch die SPD hatte Bedenken.
Am Abend der Ratssitzung legte die Verwaltung einen geänderten Entwurf vor: In der Satzung bleibt's bei der bloßen Nennung der Orte.
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