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Grevenbroich: Neue Heimat fürs Trinkwasser

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 08.09.2009 - 21:30

Grevenbroich (NGZO). Das Wasserwerk Fürth wird für die nächsten 30 bis 50 Jahre fit gemacht. Der Bau für die beiden neuen Trinkwasserbehälter hat begonnen, insgesamt investiert RWE Power auf dem Galgenberg zwölf Millionen Euro.

 Foto: NGZ
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Elsen Eine kleine Reserve ist beruhigend. "Bei wichtigen Fußball-Länderspielen bemerken wir schon, wenn Halbzeit ist", sagt Peter Schmitz, bei RWE Power Fachleiter für den Bereich Wasserversorgung. Die Toilettengänge in der Pause lassen den Wasserverbrauch dann kurzzeitig in die Höhe schnellen. Das ist natürlich nicht der einzige Grund für die gewaltigen Trinkwasserspeicher im Wasserwerk Grevenbroich-Fürth. "Wir fangen damit die Spitzenzeiten auf, besonders viel Wasser wird im Sommer mittags und abends, wenn der Rasen gesprengt wird, verbraucht", so Schmitz. Das Wasserwerk beliefert sowohl die Kreiswerke Grevenbroich als auch das Gas- und Wasserwerk Grevenbroich (GWG).

Auf dem Galgenberg sind jetzt Bagger angerollt, die Erdarbeiten für zwei neue, gewaltige Trinkwasser-Behälter sind angelaufen. Das ist nicht das erste Bauprojekt von RWE Power dort in den vergangenen Jahren: "Wir investieren insgesamt zwölf Millionen Euro, um das Wasserwerk Fürth umfassend zu erneuern", sagt Peter Schmitz. "Die ältesten Teile des Wasserwerks stammen aus den 50er Jahren, die Anlage wurde mehrere Male erweitert", ergänzt Hans Roth, der bei RWE für die Planung von Wasseranlagen zuständig ist.

Neu gebaut ist bereits die Filteranlage mit sechs, jeweils 20 Tonnen schweren und sechs Meter hohen Filtern – Kostenpunkt: rund sieben Millionen Euro.

Nun sind die Trinkwasserbehälter an der Reihe. Zwischen dem heutigen Wasserwerk und der Autobahn entstehen nun die beiden neuen Wasserspeicher aus Spannbeton-Fertigteilen. Jeder ist neun Meter hoch und 23 Meter im Durchmesser breit, fasst etwa 3000 Kubikmeter Wasser – beide zusammen so viel wie etwa 40 000 Badewannen. Von oben gesehen erinnern die beiden Speicher "an Micky-Maus-Ohren, andere sprechen von Elefantenohren oder einer Brille", sagt Hans Roth. Die (fast) runde Form begünstigt den Fluss des Wassers. Die alten, viereckigen Behälter sollen nach der Inbetriebnahme der neuen "Micky-Maus-Ohren-Behälter" ausgedient haben. Zwischen den Speichern wird das Pumpenhaus errichtet, zehn neue Pumpen fördern das Wasser künftig zu 100 000 Menschen. "Zunächst hatten wir überlegt, das alte Gebäude zu sanieren, doch das wäre genau so teuer gewesen wie ein Neubau", erläutert Roth. "Mit der Fertigstellung kann die Trinkwasserversorgung auf hohem Qualitätsniveu für die nächsten 30 bis 50 Jahre gewährleistet werden", sagt Fachleiter Peter Schmitz.

Übrigens wird das Wasserwerk wie alle Wasserwerke des Energiekonzerns in der Region von einer Zentrale in Paffendorf aus gesteuert. Für die Betreuung der Anlage auf dem Galgenberg ist aber noch ein Mitarbeiter vor Ort.

Quelle: RP

 
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