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"Das ist ein Weinachtsgeschenk": Neue Räume für Existenzhilfe

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 21:38

"Das ist ein Weinachtsgeschenk" (NGZO). Der "Gedeckte Tisch" geht in eine gesicherte Zukunft: Nach langer Suche hat die "Existenzhilfe" eine neue Bleibe an der Merkatorstraße gefunden, Einzug ist im Frühjahr. Der Verein versorgt 3000 Bedürftige mit Lebensmitteln.

Der "Existenzhilfe"-Verein denkt schon an den Umzug. Über den künftigen Standort an der Merkatorstraße freuen sich Kläre Weuffen, Helmut Schumacher (r.), Wolfgang Norf (hinten r.) und Wirtschaftsförderer Ulrich Held.  Foto:  L. Berns
Der "Existenzhilfe"-Verein denkt schon an den Umzug. Über den künftigen Standort an der Merkatorstraße freuen sich Kläre Weuffen, Helmut Schumacher (r.), Wolfgang Norf (hinten r.) und Wirtschaftsförderer Ulrich Held. Foto: L. Berns

Grevenrboich (NGZ) Wolfgang Norf plant bereits: "Im rechten Trakt richten wir unsere Kleiderkammer ein, daneben kommt die Lebensmittelausgabe hin", erläutert der Geschäftsführer des Vereins "Existenzhilfe" erfreut. Es ist geschafft. "Nach dreijähriger Suche haben wir eine Unterkunft für lange Zeit gefunden", sagt Norf. "Das ist ein Weinachtsgeschenk", erklärt Vorsitzende Kläre Weuffen. Der Mietvertrag ist unterschriftsreif. Ab April ist die "Existenzhilfe" an der Merkatorstraße in der Nähe des Bahnhofs zu finden – im Erdgeschoss eines Gebäudes, das zurzeit noch die Sparkasse Neuss nutzt.

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Sparkasse zieht aus

In dem Gebäude an der Merkatorstraße ist zurzeit die zentrale Belegbearbeitung der Sparkasse Neuss untergebracht. 2010 zieht sie in sparkasseneigene Räume an der Hindenburgstraße in Korschenbroich um. "Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten", betont Sprecher Stephan Meiser.

Anfang 2006 hatte der Verein am Südwall seine Lebensmittelausgabe für bedürftige Menschen eröffnet. Eine endgültige Lösung war das nicht: Die Häuser werden für die geplante Erweiterung der Coens-Galerie abgerissen. Für den Übergang bezog der Verein jetzt Lager-Räume der Galerie an der Karl-Oberbach-Straße. Im Frühjahr steht ein weiterer Umzug an. Den neuen Standort hat die Wirtschaftsförderung der Stadt vermittelt. "Wir stehen seit Jahren mit dem Verein in Gesprächen, die Stadt hat auch beim ersten Domizil geholfen", sagt Wirtschaftsförderer Ulrich Held.

Die Räume am Südwall waren auch aus einem anderen Grund keine langfristige Lösung. "Es war dort einfach zu eng", so Norf. An den Ausgabetagen warteten viel Kunden auch bei Regen vor der Tür, im kleinen Flur "knubbelte" es sich. Bei der ersten Ausgabe 2006 kamen gerade mal acht, "heute versorgen wir in Grevenbroich und Jüchen 3000 Menschen, darunter 700 Kinder bis 14 Jahren", sagt der stellvertretende Vorsitzende Helmut Schumacher. "Die Not wächst. Viele Menschen werden arbeitslos, auch immer mehr Rentner kommen zu uns." Die Kunden müssen ihre Bedürftigkeit nachweisen und zahlen je Einkauf einen Euro.

Das künftige Domizil, Eigentümer der Räume ist ein Liechtensteiner Immobilien-Fonds, bietet viele Vorteile: 250 Quadratmeter Fläche sind sofort zu nutzen, ein weiterer Bereich kann ausgebaut werden. "Und die Miete entspricht unseren Möglichkeiten", so Norf.

Ein großer Pluspunkt: Der neue Standort ist mit Bus und Bahn gut zu erreichen. Cläre Weuffen betont, dass das Gebäude im Hof trotz der zentralen Lage "diskret" zu erreichen ist, viele Kunden würden nicht gern auf dem Präsentierteller stehen.

Porträt Kläre Weuffen

Quelle: RP

 
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