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Grevenbroich: Neues Museum muss mit weniger Geld auskommen

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 22.04.2010 - 21:46

Grevenbroich (NGZ). Spätestens 2013 soll in Grevenbroich das "Museum der niederrheinischen Seele" eröffnen. Kulturdezernent Michael Heesch ist optimistisch, dass das neue Konzept trotz knapper Kassen realisiert werden kann. "Wir werden nichts abspecken", erklärte er gestern gegenüber der NGZ. Heesch muss jedoch mit weitaus weniger Geld auskommen als geplant.

Aus der Villa Erckens wird bis zum Jahr 2013 ein Niederrhein-Museum.  Foto: NGZ
Aus der Villa Erckens wird bis zum Jahr 2013 ein Niederrhein-Museum. Foto: NGZ

Ursprünglich waren 2,1 Millionen Euro für das neue Museumskonzept vorgesehen. Jetzt geht der Kultur-Macher aus dem Rathaus davon aus, dass die Stadt letztlich mit 1,2 Millionen Euro auskommen muss – unter anderem, weil zugesagte Fördermittel nicht fließen werden. "Auf diese Gegebenheiten richten wir unsere Planung und Finanzierung aus", erklärt Michael Heesch. Eine abgespeckte Version des Niederrhein-Museums soll es jedoch nicht geben: "Im Gegenteil, das Konzept des Ausstellungs-Machers Ulrich Hermanns wird wie geplant auf der ersten Etage des Museums realisiert – ohne Abstriche", so der Dezernent. Dieser Bereich soll künftig den Kern des Hauses bilden.

Gespart werden muss jedoch an anderer Stelle. Während die Räume im ersten Stock technisch auf Vordermann gebracht werden, sollen das Erdgeschoss und der Ausstellungsbereich unter dem Dach weitgehend im jetzigen Zustand belassen werden. Zudem wird aus Kostengründen auch auf einen Anstrich der historischen Villa verzichtet. "Wir ermitteln zurzeit, welche Dinge unbedingt notwendig sind, um unser Konzept darauf abzustimmen", erläutert Heesch. Für ihn wichtig: "Das muss sauber ausgearbeitet werden, da davon auch Fördergelder abhängen." Unter anderem will der Landschaftsverband Rheinland (LVR) das Projekt mit einer Finanzspritze unterstützen.

Auf die Neukonzeption verzichten kann die Stadt übrigens nicht, da die Villa Erckens in den 90er Jahren mit Landesmitteln umgebaut wurde. "Das Geld floss damals nur unter einer Bedingung: Das Haus muss bis zum Jahr 2019 ein Museum sein", erklärt Michael Heesch. Würde die Stadt das Gebäude anders nutzen, müsse sie ein Teil des Geldes zurückzahlen. "Mindestens einen sechsstelligen Betrag", schätzt Heesch.

Quelle: NGZ


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