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Grevenbroich: Neukirchen: Marode Brücke abgerissen

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 06.05.2010 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Nur wenige Monate war die Stadt Grevenbroich Eigentümerin der Brücke über den sogenannten strategischen Bahndamm nahe des Sportplatzes in Neukirchen. Das Anfang des Jahres übernommene, marode Bauwerk ist inzwischen abgerissen und hat einer Kreuzung Platz gemacht. Am Donnerstag stellte Bürgermeisterin Ursula Kwasny das Ergebnis vor. Jetzt ist der Wirtschaftsweg, der über die Brücke führte, wieder frei für Radfahrer, Fußgänger und Jogger.

Hier stand einmal eine Brücke: Nach den Bauarbeiten können Radfahrer und Fußgänger auf einer Kreuzung vom Bahndamm auf den Wirtschaftsweg abbiegen. Foto: NGZ
Hier stand einmal eine Brücke: Nach den Bauarbeiten können Radfahrer und Fußgänger auf einer Kreuzung vom Bahndamm auf den Wirtschaftsweg abbiegen. Foto: NGZ

Für rund eine Million Euro hatte die Stadt von der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) rund 30 nicht mehr benötigte Bahnflächen übernommen: "Filetstücke" wie Gewerbegebietsfläche an der Merkatorstraße gehören ebensodazu wie der strategische Bahndamm, der im Ersten Weltkrieg unvollendet blieb. Das Gleis wurde nie verlegt. "Heute ist der Damm eine Freizeitroute für Reiter und Jogger", weiß Fachbereichsleiter Peter Mühlenbruch.

Zum Damm gehörte unter anderem auch die Brücke bei Neukirchen, über die ein Wirtschaftsweg zur Viehstraße führte. "Die Brücke war marode, war nicht mehr stand- und verkehrssicher. "Eine Sanierung kam nicht in Frage", so Mühlenbruch. Damit war das Schicksal des Bauwerks besiegelt: Es wurde abgerissen. Die Brückenrampen wurden danach zum Teil abgetragen, mit dem Material wurde die Bahntrasse so weit erhöht, dass eine niveaugleiche Kreuzung der beiden Wege entstand. In diesem Bereich bildet die Trasse gar keinen Damm, sondern liegt in etwa auf der Höhe der Felder. Die Kosten von 40 000 Euro belasten übrigens nicht die Stadtkasse – für sie kommt die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft auf. Und für die Abrissarbeiten konnte die Stadt RWE Power als Sponsor gewinnen, Arbeiter des Konzerns rückten mit Planierraupe und Walze an.

Quelle: NGZ


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