Grevenbroich (NGZ). Zwölf Kreisverkehre gibt es im Grevenbroicher Stadtgebiet – und es sollen noch mehr werden. Den Politikern wird in der nächsten Woche eine Liste mit neun weiteren Projekten vorgestellt. Die NGZ sagt, wo sie gebaut werden sollen.
"Auf den hundert Morgen", der Verbindungsstraße zwischen Kapellen und Hemmerden, ist jetzt der zweite Kreisverkehr angelegt worden – in einem Abstand von nur etwa 200 Metern. Trotz der Nähe: "Diese Anlage macht Sinn", sagt Bourzo Dehkordi vom städtischen Straßenbauamt. Seine Argumentation: Der erste Kreisel erschließt den bereits fertiggestellten Abschnitt des Kapellener Baugebiets, der neue ist für die nun eingeleitete zweite Phase des Wohnungsbauprojekts bestimmt: "Er wird nicht nur zu den Häusern führen, sondern auch in das gegenüber geplante Gewerbegebiet", erklärt Dehkordi. Sein Fazit: "Beide Anlagen werden zu einer erheblichen Verkehrsentlastung in diesem stark befahrenen Bereich führen."
Kreisverkehre
Anfang Der erste Grevenbroicher Kreisel wurde in den 80er Jahren "An der Eiche" in Wevelinghoven gebaut.
Anzahl Im Grevenbroicher Stadtgebiet gibt es zurzeit zwölf Kreisverkehre. In den nächsten Jahren sind neun weitere geplant. Darunter auch wenig aufwendigere Anlagen wie zwei Minikreisel in Wevelinghoven.
Damit ist der Bau von Kreiseln "Auf den hundert Morgen" jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Stadt wird nur einige hundert Meter weiter ein drittes Rondell anlegen – dort, wo die Straße in Richtung Hemmerden abknickt, nämlich "Auf dem Mergendahl". Das geht aus einer Unterlage hervor, die im Rathaus für den in der nächsten Woche tagenden Bauausschuss vorbereitet wurde. Interessant an diesem Papier, das der NGZ vorliegt: Die Stadtverwaltung hat neben diesem Projekt den Bau von acht weiteren Kreiseln auf ihrer "To do"-Liste stehen.
"Kreisel bieten mehr Sicherheit"
Aus gutem Grund – denn: "Kreisverkehre sind sichere Anlagen. Zum einen haben sie wenige Konfliktpunkte, an denen sich die Wege von Fußgängern, Auto- und Radfahrern überschneiden. Zum anderen wird in Kreisverkehren langsamer gefahren, damit erhöht sich die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer", argumentiert Planungsdezernent Werner Hoffmann. Auf der Liste der Stadt steht der Bau von zwei sogenannten Minikreiseln an den Kreuzungen Ober-/Zehntstraße und Hemmerdener Weg/Burgstraße in Wevelinghoven sowie ein Kreisverkehr an der Kreuzung Tal-/Neusser Straße in Kapellen. Außerdem soll ein Rondell im Kreuzungsbereich der Kreisstraßen 10 und 22 vor dem Ortseingang Noithausen sowie ein weiteres Am Stüßges End/Auf dem Leuchtenberg in Frimmersdorf gebaut werden.
Überprüft werden soll zudem der Bau weiterer Anlagen am Hagelkreuz in Grevenbroich, an der Einmündung der Landstraße 361 in die Kreisstraße 10 in Höhe des Industriegebiets Ost sowie an der Kreuzung Kolpingstraße/Herkenbuscher Weg in der Südstadt.
Kaum eine Chance gibt Bourzo Dehkordi dem von der CDU geforderten Kreisel am Knotenpunkt Rheydter Straße/Am Hammerwerk. "Dort herrscht zu viel Verkehr. Da Fußgänger, Rad- und Autofahrer dauernd ihre Bahn kreuzen würden, käme es an diesem Knotenpunkt zu Verkehrsbehinderungen", erklärt der Straßenplaner. Ein Kreisel würde in diesem Bereich eher be- statt entlasten.
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