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Grevenbroich: Parkdeck für die „P+R“-Anlage?

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 10.01.2007 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Vor zwei Jahren wurde sie eröffnet - und schon jetzt scheint es, dass die „Park and Ride“-Anlage (P+R) am Bahnhof an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen ist. Scheint, weil: „Genau wissen wir das nicht. Subjektiv betrachtet, ist sie zugeparkt. Wie die objektive Situation vor Ort aussieht, wollen wir jetzt herausfinden“, meint Planungsdezernent Werner Hoffmann. In diesem und im nächsten Monat will die Stadt mit Zählungen überprüfen, wie stark die über 180 Parkplätze tatsächlich genutzt werden - und dann möglicherweise reagieren.

Er ist zwei Jahre alt und möglicherweise an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen: Der „Park and Ride“-Platz an der Merkatorstraße wird bestens frequentiert. Informationen über die genaue Auslastung der Anlage erhofft sich die Stadt von einer Frequenz-Analyse. Foto: NGZ

Hans Hammelstein aus Elsen ist so etwas wie der „Urvater“ der „Park and Ride“-Anlage. Schon im Februar 1972 regte der ehemalige CDU-Ratsherr an, den Bahnhof per Tunnel und Parkplatz mit den nördlichen Stadtteilen zu verbinden. Im Dezember 2004 wurde diese Vision in die Tat umgesetzt. Klar, dass Hammelstein sein „Kind“ im Auge behält. Ihm ist aufgefallen, dass die Anlage zu Spitzenzeiten ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hat. Seine Frage: Links und rechts des Platzes gibt es noch freie Grundstücke. Bietet sich hier etwa die Möglichkeit für eine Erweiterung?

Werner Hoffmann macht in dieser Frage jedoch nur wenig Hoffnung: „Wir müssen uns an der Merkatorstraße an den rechtskräftigen Bebauungsplan halten, der dort ein Mischgebiet für Gewerbe- und Wohnbebauung vorsieht“, erklärt der Dezernent. In diesem Zusammenhang erinnert Hoffmann auch an den „langen Kampf“ um die Zuschüsse und das Grundstück für den Bau der „Park and Ride“-Anlage.

„Wir haben das aber zur richtigen Zeit mit aller Hartnäckigkeit angepackt“, meint der Technische Beigeordnete: „Heute liegen zahlreiche Anträge für solche Projekte beim Land vor, es gibt kaum noch Chancen, an solche Mittel heranzukommen.“ So glaubt Hoffmann zurzeit auch nicht daran, dass es für eine geplante „Park and Ride“-Anlage am Bahnhaltepunkt Kapellen den notwendigen Zuschuss aus Düsseldorf geben wird: „Dafür brauchen wir das Geld aus Düsseldorf. Bei unserer Haushaltssituation lässt sich so etwas nicht alleine stemmen.“

Sollte es sich bei den Zählungen in den kommenden Wochen tatsächlich herausstellen, dass der Parkplatz überlastet ist, wolle die Stadt reagieren. „Eine Möglichkeit wäre, die Anlage aufzuständern, also ein weiteres Parkdeck drüber zu bauen. Eine solche Aufstockung wurde bereits bei der Anordnung der Stellplätze und Fahrgassen des Parkplatzes berücksichtigt. Allerdings steht dann auch die Frage im Raum, wie sich so etwas finanzieren lässt“, meint Werner Hoffmann.

Eine Alternative: die Bewirtschaftung des „Park and Ride“-Platzes. Denn es ist gut möglich, dass nicht nur Bahnpendler die Anlage nutzen, sondern auch Anlieger aus der Umgebung. „In vielen Städten werden solche Anlagen mit Schranken ausgestattet. Die Nutzer zahlen, bekommen aber - wenn sie Bahnkunden sind - vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr einen Bonus, also einen günstigeren Tarif“, betont Hoffmann.

Dies könnte auch für das Parkdeck auf der gegenüber liegenden Seite des Bahnhofs gelten, zu dem bislang jeder Autofahrer einen freien Zugang hat. Sobald das Ergebnis der Zählung vorliegt, will Werner Hoffmann das Thema dem Bauausschuss vorlegen.

Quelle: NGZ

 
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