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Grevenbroich: Pascal jubelt, Erasmus hofft

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 03.11.2009 - 12:46

Grevenbroich (NGZO). Der Bau der Mensa für das Pascal-Gymnasium und die Realschule Bergheimer Straße soll in diesem Monat starten, damit das Gebäude rechtzeitig zur Einführung des Ganztagsbetriebs am Pascal fertig wird. Für die Erasmus-Mensa sucht die Stadt noch eine Lösung, das Haushaltsrecht setzt Grenzen.

Auf dem Papier ist die neue Mensa für das Pascal-Gymnasium und die Realschule Bergheimer Straße bereits fertig, Dirk Schwarz stellt den Plan vor. Noch in diesem Monat soll der Bau anlaufen.  Foto:  M. Reuter
Auf dem Papier ist die neue Mensa für das Pascal-Gymnasium und die Realschule Bergheimer Straße bereits fertig, Dirk Schwarz stellt den Plan vor. Noch in diesem Monat soll der Bau anlaufen. Foto: M. Reuter

Ende November sollen die Bagger anrollen, in der ersten Sitzung des neuen Rates am Donnerstag steht die Auftragsvergabe auf der Tagesordnung. Für 856 000 Euro – 200 000 Euro davon trägt das Land – erhalten das Pascal-Gymnasium und die benachbarte Realschule Bergheimer Straße eine gemeinsame Mensa.

"Wir sind zuversichtlich, dass der Neubau bis zum Ende der Sommerferien 2010 fertig ist", sagt Dirk Schwarz, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt. Im nächsten Schuljahr startet nämlich, zunächst in der fünften Stufe, der Ganztagsbetrieb am Pascal-Gymnasium. "Die Kinder bleiben dann an drei Nachmittagen in der Woche bis 15 Uhr in der Schule. Denen müssen wir etwas Warmes anbieten, die haben mittags einfach Hunger", sagt Schulleiter Manfred Schauf, der sich über den baldigen Baubeginn freut. "Für solche Schülerzahlen ist unsere Cafeteria zu klein."

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Mensen-Programm

Ende 2008 beschloss der Rat die Schaffung von fünf Mensen. Neben den beiden Neubauten sollen die Diedrich-Uhlhorn-Realschule, die Katholische Hauptschule und die Martin-Luther-King-Schule durch Umbau Mensen erhalten. Gesamte Kosten: rund 2,4 Millionen Euro, davon trägt das Land aus dem "1000 Schulen-Programm" etwa 570 000 Euro.

Auch Anita Piel, stellvertretende Leiterin der Realschule nebenan, sieht steigenden Bedarf für die Mensa. "Unsere Betreuungsgruppe hat zurzeit 30 Kinder, die Nachfrage nimmt zu." Zudem sei bald eine einstündige Mittagspause rechtlich verpflichtend. "Die Kinder kommen dadurch später nach Hause, das kommt natürlich bei vielen Schülern und Eltern nicht gut an." Der einetagige Mensa-Neubau mit rund 200 Sitzplätzen entsteht zwischen den beiden Schulen. In zwei Schichten können dort bis zu 400 Kinder Mittagessen erhalten.

Wenige Kilometer weiter – am Erasmus-Gymnasium – müssen die Schüler dagegen weiter mit der Cafeteria vorlieb nehmen. Dort ist zwar ebenfalls eine Mensa geplant – doch die lässt auf sich warten. "Bei uns ist der Baubeginn wohl nicht so bald", sagt Konrektor Niels Lorenz: "Wir haben Verständnis dafür, dass das Pascal-Gymnasium eine Mensa erhält, aber auch wir benötigen eine. Unsere Cafeteria mit 50 Plätzen ist überbelegt, dort werden 100 bis 200 Essen am Tag ausgegeben. Wir arbeiten mit Notlösungen, manchmal stehen einige Schüler draußen im Regen Schlange."

Die Dringlichkeit sieht auch Schuldezernent Michael Heesch: "Wir würden gern beide Gymnasien gleich behandeln. Das Erasmus-Gymnasium benötigt dringend Aufenthaltsräume, da viele Schüler wegen der Umstellung auf zwölf Jahre bis zum Abi mehr nachmittags Unterricht haben", bekräftigt er. Das Problem: Die Stadt hat keinen genehmigten Etat. "Der Nothaushalt erlaubt uns nur Pflichtleistungen. Dazu gehört die Mensa am Pascal, weil es den verbindlichen Ganztag einführt – nicht aber neue Mensen am Erasmus und an anderen Schulen. Die sind aus haushaltsrechtlicher Sicht freiwillige Leistungen", erläutert Michael Heesch. Insgesamt plant die Stadt fünf neue Speiseräume an weiterführenden Schulen.

Wie geht's weiter? "Wir prüfen derzeit, wie wir trotzdem – speziell fürs Erasmus-Gymnasium – eine Lösung finden können", so Heesch.

Quelle: RP

 
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