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Grevenbroich: Politiker wollen Infos zum hohen Wasserpreis

zuletzt aktualisiert: 16.11.2011

Grevenbroich (NGZ). Jetzt schaltet sich auch die Politik in die Erhöhung der Trinkwasserpreise ein. Hildegard Florack und Hubert Rütten von der UWG fordern Monika Stirken-Hohmann als Geschäftsführerin der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) auf, eine ausführliche und umfassende Darlegung der Fakten vorzulegen.

Viele Grevenbroicher müssen für ihr Wasser mehr bezahlen.  Foto:  dpa
Viele Grevenbroicher müssen für ihr Wasser mehr bezahlen. Foto: dpa

Die SEG ist zu 40 Prozent am Gas- und Wasserwerk Grevenbroich (GWG) beteiligt.

GWG hatte den Grundpreis in den Zonen "Kernstadt" und "Süd" von 5,47 auf 10,59 Euro im Monat fast verdoppelt. Die Begründung: RWE Power habe einen höheren Leistungspreis gefordert und dies mit den Investitionen von zwölf Millionen Euro für das Wasserwerk in Elsen-Fürth begründet.

"Viele Bürger wollen von uns die Gründe für die exorbitante Erhöhung der Frischwassergebühren erläutert bekommen – doch auch uns sind nicht alle Details bekannt", erklärt Ratsfrau Hildegard Florack. Sie fordert die SEG-Chefin Monika Stirken-Hohmann auf, eine "zeitnahe, klare, deutliche und verständliche Erklärung" abzugeben.

Hubert Rütten, Geschäftsführer der UWG-Fraktion, ist der Ansicht, dass die Politik auf eine stärkere Kostenübernahme durch RWE Power hätte drängen müssen. Seine Vermutung: "Das ist nicht geschehen, weil NVV als RWE-Tochter mit dem GWG eine Firma bildet, die nach dem Wunsch von CDU und SPD ein Bad in Grevenbroich errichten und betreiben soll. Da die Stadt keine eigenen Mittel hat, darf man den möglichen Investor nicht vor den Kopf stoßen."

Sollte GWG neuer Betreiber des Schlossbades werden, befürchtet Rütten, dass weitere Preiserhöhungen anstehen: "Da die Politik bei wesentlichen Entscheidungen des GWG beteiligt ist, wird man hier an den Stellschrauben drehen, damit das Werk genügend Einnahmen hat, um die Betriebskosten für das Bad zu erwirtschaften."

Die Initiative "Fairer Gaspreis" hatte zum Wochenanfang gegen die Preiserhöhung protestiert und die Politiker zum Anfang der Woche aufgefordert, Stellung zu beziehen.

Quelle: NGZ/rl


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