Grevenbroich (NGZ). "Ich hab' Dich lieb"
Legen wir einmal den ganzen bunten Kitsch aus glitzernden Herzen beiseite, der jedes Jahr zum Valentinstag gegen jede Geschmacksregel verstößt: Was spricht dagegen, jemandem seine Zuneigung zu zeigen? Nur weil die Tradition amerikanisch ist, muss sie nicht schlecht sein. Ein kleines "Ich hab' Dich lieb" schadet nie. Sicher, einer ritualisierten Liebesbekundung haftet immer der Verdacht des Heuchlerischen an.
Natürlich, kleine unerwartete Geschenke sind in den Augen der Angebeteten mehr wert als ein großes erwartetes. Und doch ist es ein Zeichen: "Ich habe an Dich gedacht." Vielleicht fliegen darauf auch die Fetzen, weil "Du ja sonst nie an mich denkst". Zumindest aber spricht man dann miteinander. In einer Beziehung ist das nicht das Schlechteste. Seine Liebste grüßt Andreas Gröhbühl
Immer statt nur einmal
Schauen wir doch einmal auf rote Plüschherzen, glitzernde Stofftiere und Federn-umrankte Niedlichkeiten: Sind das wirklich Liebesbeweise? Gerade weil diese Tradition amerikanisch ist, muss sie ja nicht gut sein. Sicher schadet eine Gunstbezeugung nicht, aber warum muss ich meine Herzallerliebsten in dem exakt definierten Zeitraum von 14. Februar, 0 Uhr bis 24 Uhr damit beglücken? Das scheint doch definitiv mehr Beweis als Liebe zu sein.
Natürlich, kleine Gaben haben stets den Wert großer Gefühle gesteigert – man denke nur an Trauringe, Hochzeitsreisen oder Präsente zum Ehejubiläum. Aber eigentlich sollte für jeden Tag des Jahres die schönste aller Botschaft ("Ich liebe Dich") gelten. Also auch am Sonntag keine Pralinenherzen oder Zellophan umwickelte Rose für Dich, Liebster, sagt Daniela Buschkamp
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