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Grevenbroich: Rund um die Uhr auf Rädern

VON MARGARETHE PLUTA - zuletzt aktualisiert: 24.07.2008 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Ein Rennauto hinter einem Oldtimer, ein Motorrad neben einem alten Traktor und dazwischen eine Gruppe von Radfahrern: Was im wirklichen Leben kaum auf einmal auf der Straße anzutreffen wäre, trifft seit Donnerstag auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrums aufeinander.

Bis Freitagmittag ist mindestens ein Radfahrer auf der Strecke unterwegs.  Foto: H. Jazyk
Bis Freitagmittag ist mindestens ein Radfahrer auf der Strecke unterwegs. Foto: H. Jazyk

Doch diesmal steht kein Sicherheitstraining auf dem Programm. Bei der Mobilitätsveranstaltung „24 Stunden auf Rädern“ darf bis Freitagmittag um 13.24 Uhr jeder Besucher bei der Wahl seines Fahrzeugs der Phantasie freien Lauf laufen.

„Wir lassen alles auf die Strecke, was Räder hat“, sagt Marcus Hubert, Technischer Leiter des Fahrsicherheitszentrums und Organisator der Veranstaltung. Denn: Mit jedem Teilnehmer steigt die Spendensumme für die Existenzhilfe, die sich in Grevenbroich um die Lebensmittelversorgung von Bedürftigen kümmert.

Wolfgang Norf, Geschäftsführer des Vereins, freut sich bereits auf die Spenden. „Wir haben ein Kühlgerät bestellt - und das muss noch finanziert werden“, sagt er. Bereits beim ersten Mobilitätstag im vergangenen Jahr sind für den Verein rund 1000 Euro zusammengekommen. „Da hatten wir allerdings ziemlich viel Pech mit dem Wetter, es hat fast zwei Tage lang durchgeregnet“, erinnert sich Marcus Huber.

Friedliches Nebeneinander: Auf dem Geländes des ADAC-Fahrsicherheitszentrums fahren seit Donnerstagmittag verschiedene Fahrzeuge für einen guten Zweck. Die Teilnehmer spenden für die Existenzhilfe Grevenbroich. Foto: H. Jazyk

Wetterbedingt seien entsprechend nicht allzu viele Teilnehmer zu „24 Stunden auf Rädern“ gekommen. Für das Geld konnte die Existenzhilfe 2007 schon ein Kühlgerät kaufen. „Zur Lagerung der Molkereiprodukte und von Obst und Gemüse brauchen wir aber noch ein weiteres Kühlgerät“, erklärt Norf. Marcus Huber ist zuversichtlich, dass er der Existenzhilfe den Wunsch erfüllen kann. Angesichts des guten Wetters rechnet er nämlich mit „etwas mehr Einnahmen“.

Dass er möglicherweise mit seinen Prognosen richtig liegt, zeigte sich bereits kurz nach dem Startschuss der Veranstaltung um 13.24 Uhr. Zahlreiche Menschen kamen mit den verschiedensten Fahrzeugen zum ADAC-Gelände. Unter ihnen waren auch Bürgermeister Dr. Axel Prümm, Kreis-Wirtschaftsförderer Jürgen Steinmetz und der Kaarster Bürgermeister Franz-Josef Moormann. Alle drei ließen es sich nicht nehmen, auf dem Fahrrad (Dr. Axel Prümm) oder im Rennwagen (Jürgen Steinmetz und Franz-Josef Moormann) ihren Beitrag zum Mobilitätstag zu leisten.

Klaus-Jürgen Ruppert (vorne), Geschäftsführer des ADAC-Zentrums, fährt auch mit. Foto: H. Jazyk

Der Kaarster Bürgermeister freute sich indes ganz besonders über seine Teilnahme an der Veranstaltung. Hat er doch 2007 beim Stadtfest „Kaarst Total“ ursprünglich eine Fahrt in einem Rennwagen auf dem Nürburgring gewonnen. Weil er jedoch bisher keine Zeit für die rasante Tour in der Eifel gefunden hat, nutzte Moormann am Donnerstag die Gelegenheit, um beim ADAC in einen Renner zu steigen. Sein abschließendes Urteil: „Mir hat es wirklich Spaß gemacht.“

Und auch die anderen Besucher waren am Donnerstag mit Freude auf der 1,3 Kilometer langen Strecke unterwegs. „Ich fahre eigentlich Motocross im Gelände, hier kann ich aber schneller fahren, das ist cool“, sagt der elfjährige Tim. Noch bis Freitagmittag will er mit seinem Vater bei „24 Stunden auf Rädern“ dabei sein. „Und nächstes Jahr kommen wir wieder.“ Dann nämlich soll der dritte Mobilitätstag am 24. Juli auf dem ADAC-Gelände ausgetragen werden.

Am Freitag in der NGZ:

Porträt Micha Beckmann

Quelle: NGZ


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