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Grevenbroich: RWE: Alte Blöcke gehen bis 2012 vom Netz

zuletzt aktualisiert: 26.03.2010 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Der Bau der Kraftwerksblöcke in Neurath liegt anderthalb Jahre hinter dem Zeitplan zurück, der erste Block geht erst in der ersten, der andere in der zweiten Jahreshälfte 2011 ans Netz.

Die neuen BoA-Blöcke am Kraftwerk Neurath stehen auch für anspruchsvolle Arbeitsplätze. Für Aufgaben wie diese steigt RWE Power jetzt in die Studienförderung ein.   Foto: NGZ
Die neuen BoA-Blöcke am Kraftwerk Neurath stehen auch für anspruchsvolle Arbeitsplätze. Für Aufgaben wie diese steigt RWE Power jetzt in die Studienförderung ein. Foto: NGZ

Trotz Verzögerung sollen alle alten 150 Megawatt-Blöcke im Revier bis Ende 2012 abgeschaltet werden. Das erklärt RWE: "Wir halten an dem Terminplan fest, der den Auflagen der Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz entspricht", betont RWE-Sprecher Lothar Lambertz.

Danach müssen bis zur "kommerziellen Inbetriebnahme" des ersten BoA-Blocks sechs 150-Megawatt-Blöcke in Frimmersdorf vom Netz gehen. "Vier sind schon abgeschaltet. Damit haben wir schon mehr gemacht als wir bis jetzt müssen", so Lambertz. Sechs weitere alte Blöcke in Frimmersdorf beziehungsweise Niederaußem werde RWE gemäß der Auflagen nach Inbetriebnahme des zweiten BoA-Blocks in Neurath stilllegen. Zudem würden bis Ende 2012 auch die restlichen vier 150er-Blöcke im Revier abgeschaltet.

Die Gründe für die längere Bauzeit in Neurath: Der schwere Unfall im Herbst 2007 und – wie RWE erklärt – Qualitätsmängel und Planungsdefizite von Firmen. "Mängel beim Bau führen auch bei anderen Kraftwerken zu Verzögerungen, etwa beim RWE-Kraftwerk in Hamm. Auch das Eon-Kraftwerk in Datteln verzögert sich nicht nur aus rechtlichen Gründen", erklärt Dirk Jansen, Geschäftsleiter vom Bund für Umwelt und Naturschutz in NRW.

Für die Grevenbroicher mache es keinen Unterschied, ob der Strom früher oder später in den neuen Blöcken erzeugt werde: "Die neuen Kohlekraftwerke erzeugen mehr Strom, aber sie stoßen Kohlendioxid, Feinstaub und Schwermetalle aus wie die alten."

Quelle: NGZ


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