Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Zähfließender Verkehr vor dem Rathaus: Menschenmassen schieben sich über den Marktplatz, ein Halbkreis hat sich um eine Live-Band gebildet, es wird geredet, gelacht, im Hintergrund hüpfen wie Frösche immer wieder Kinder auf einem Trampolin in die Höhe und über der Szenerie strahlt die Sonne: Am Sonntag Nachmittag herrschte „Grevenbroicher Cityfrühling“, wie er im Katalog nicht besser hätte beschrieben werden können.
„Als um 12 Uhr die Sonne rauskam, füllte sich die Stadt zusehends“, sagte Fred Schlangen. Dem Vorsitzenden des Werberings dürfte um diese Zeit ein Stein vom Herzen gefallen sein. Denn noch am Vortag hatte es düster ausgesehen in Grevenbroich. Dunkle Wolken, Regen, die Kartfahrer nutzten den nassen Untergrund, um rutschige Manöver zu fahren. Plötzlich der Umschwung. Es sei doch erstaunlich wie viele Besucher aus der Region anscheinend spontan entschieden hätten, noch nach Grevenbroich zu kommen, sagte Schlangen.
„Dass man nicht mehr zügig die Breite Straße entlang gehen kann, das kommt doch eher selten vor“, sagte der Werbering-Chef. Eine Besucherprognose wollte er jedoch nicht abgeben. Schätzungen seien schwierig, doch ging Schlangen von vielen Zehntausend Besuchern aus.
Stadtfeste
Die Termine für kommende Grevenbroicher Stadtfeste sind bereits festgelegt:
Grevenbroicher Citysommer 31. Mai und 1. Juni
Grevenbroicher Cityherbst 4. und 5. Oktober
Grevenbroicher Adventszauber 29. und 30. November
Die Flanierer jedenfalls waren zufrieden: Tanja Pinkes ist mit einer Gruppe nach Grevenbroich gekommen. „Es stehen mehr Karussells in diesem Jahr“, sagte sie, insgesamt gebe es mehr für die Kinder.
Gekommen ist sie nicht nur zum gucken. „Wir verbinden das und gehen gleich noch shoppen“, sagte sie.Wolfgang Pitz und seine Gattin sind aus Bedburdyck nach Grevenbroich gekommen. „Einfach zum schlendern“, einkaufen wäre jetzt doch zu stressig. Es scheint dieser Dreisatz aus schlendern, schauen und shoppen zu sein, der den Cityfrühling prägt.
„Die Stadtfeste in Grevenbroich haben einen guten Ruf“, ist sich Schlangen sicher, denn Grevenbroich sei für Stadtfeste einfach sehr gut geeignet. Es gebe viel Grün um die Stadt, da lasse sich ein Besuch des Cityfrühlings prima mit einem Spaziergang oder einer Fahrradtour verbinden. Doch auch Technik-Freaks kamen auf ihre Kosten: Zahlreiche Autohändler parkten ihre Wagen auf der Automeile an der Karl-Oberbach-Straße. Von „guten Gesprächen“ berichtete Jürgen Backes vom Autohaus Kroymans, viele Leute hätten eine Probefahrt angefragt. Wem das nicht reichte, der konnte am Stand des Deutschen Roten Kreuzes mehr Action bekommen. In einem Überschlagsimulator konnten die Besucher erleben, wie sich ein Crash anfühlt.
„Er simuliert einen Überschlag von bis zu 30 Stundenkilometern“, erklärt Mischa Göke, Wachleiter der Rettungswache Grevenbroich. Sonstige Schreckensmeldungen gab es dagegen nicht. Göke: „Wir sind nicht im Einsatz, aber was wir hier so mitbekommen ist: Es ist sehr ruhig.“
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