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Grevenbroich: Schüler entwerfen Sportdress

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 14.01.2012

Grevenbroich (NGZ). Beim Bike-Polo gut aussehen und passend gekleidet sein: Dafür haben Jugendliche der Katholischen Hauptschule mit Studenten der Hochschule Niederrhein ihre erste eigene Kollektion Sportkleidung entworfen.

Entwerfen, zuschneiden, nähen: Über drei Monate haben Studenten der Hochschule Niederrhein mit Schülern der KHS zusammengearbeitet.  Foto:  Kultcrossing
Entwerfen, zuschneiden, nähen: Über drei Monate haben Studenten der Hochschule Niederrhein mit Schülern der KHS zusammengearbeitet. Foto: Kultcrossing

Grevenbroich/gladbach Bei dieser Modenschau waren – anders als bei "Germany's next Topmodel" – Models Nebensache. Nicht so ihre Kleidung: Über drei Monate hatten Neunt- und Zehntklässler der Katholischen Hauptschule (KHS) mit Studenten der Hochschule Niederrhein an dem Projekt "KultWear" gearbeitet.

Gemeinsam entwarfen sie die Kluft für das neue Bike-Polo-Team an der Grevenbroicher Schule. Eine eigene Kollektion mit Hosen, T-Shirt, Pullover und Sportjacke in den Schulfarben Schwarz, Blau und Weiß ist das Ergebnis. Sie wurde jetzt im Audimax der Hochschule präsentiert – und das künftigen Bike-Polo-Team an der Hauptschule wird sie tragen.

Info

Bike-Polo

Erfunden wurde der Sport Ende des 19. Jahrhunderts in Irland.

Regeln Zwei Mannschaften mit je drei Spielern treten gegeneinander an. Vom Fahrrad aus müssen sie versuchen, den Ball mit einem Schläger ins jeweils gegnerische Tor zu schießen. Dabei dürfen sie mit den Füßen nicht den Boden berühren.

Schüler lernen vernetzt: Möglich wurde die Kooperation zwischen Hauptschülern und Studenten durch das gemeinnützige Bildungsunternehmen "Kultcrossing" aus Köln. Es fördert berufspraktische Projekte, bei denen Jugendliche vernetzt lernen können. "Wir wollen diese Zusammenarbeit auch in anderen Bereichen ausbauen", sagt Heinz-Gerd Schmitz, Leiter der KHS.

Nicht nur einzelne Schüler hätten neue Erfahrungen sammeln können – auch die gesamte Schule würde profitieren. "Wir starten im zweiten Halbjahr mit der neuen Arbeitsgemeinschaft .Bike-Polo'", erläutert Schmitz. Für die Schläger und die speziellen Fahrräder sei ein Sponsor gewonnen worden, die Kleidung stünde nach dem "KultWear"-Projekt auch zur Verfügung – und sei zudem noch etwas Besonderes, weil Hauptschüler selbst sie entworfen haben.

Schüler als Designer: Neuntklässlerin Natalie Kinder (14) kannte bereits das Gefühl, an einer Nähmaschine zu sitzen: "Ich nähe mir manchmal Kleidungsstücke selbst", erzählt sie. Ihr gefiel besonders, "die Tasche für die Schläger" zu nähen. Schüler und Studenten fertigten an der Hauptschule die Sportkleidung – von der ersten Skizze bis zum fertigen Musterteil. Natalie interessierte sich auch für die zusätzlichen Informationen: "In Biologie erfuhren wir mehr über das Sportlerherz, in Geschichte mehr über die Geschichte des Sports."

Schüler als Sportler: Mary-Lee Lautner (15) hatte zwar noch nie zuvor an einer Nähmaschine gearbeitet, aber sie ist von der neuen Sportart "Bike-Polo" begeistert: Ich werde auf jeden Fall bei der Arbeitsgemeinschaft mitmachen." Wie viel Arbeit hinter der neuen Trainingskleidung steckt, das hat auch sie überrascht: "Wir mussten uns viele Dinge überlegen: vom Schnitt über das Material bis hin zu den besonderen Anforderungen an diese Sportkleidung." Mit dem Ergebnis ist sie überaus zufrieden: "Die Sachen sehen sehr gut aus. Darin macht man auch außerhalb des Trainings eine gute Figur."

Könnte die Bike-Polo-Kollektion aus Grevenbroich in Serie gehen? "Vielleicht. Das kann nach dem Projekt geprüft werden", meint Hauptschul-Rektor Schmitz.

Quelle: NGZ


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