Grevenbroich (NGZ). An etlichen Grevenbroicher Schulen und anderen Gebäuden werden in den nächsten Wochen Baustellenschilder aufgestellt. Das Konjukturpaket II kommt damit richtig in Fahrt – 5,48 Millionen Euro stehen bereit.
Im Gebäudemanagement der Stadt brummt's zurzeit. Ein Bauauftrag nach dem anderen wird erteilt. "Wir haben zurzeit das doppelte Pensum zu bewältigen als sonst", sagt Gebäudemanagementleiter Dirk Schwarz. Der Grund: Insgesamt 5,4 Millionen Euro stehen aus dem Konjunkturpaket II des Bundes für die beiden Schwerpunkte "Infrastruktur" und "Bildungsinfrastruktur" bereit. 30 Projekte sind geplant – und der Zeitplan ist eng: "Wir müssen bis zum Jahresende für alle Maßnahmen erste Aufträge erteilt haben. Und bis Ende 2011 müssen alle Vorhaben abgeschlossen sein", erklärt Schwarz. Sonst drohen nämlich Zuschüsse zu verfallen.
Konjunkturpaket II
Die Stadt Grevenbroich erhält aus dem Konjunkturpaket II bis Ende 2011 rund 5, 48 Millionen Euro. Der "Löwenanteil" davon – 4,1 Millionen Euro – ist für Investitionen in die Bildungsinfrastruktur vorgesehen. 1,38 Millionen Euro fließen in andere Infrastruktur-Investitionen.
Bislang war in der Stadt vom Konjunkturprogramm nur wenig zu bemerken: Die im November begonnene Sanierung des ältesten Gebäudes der Gesamtschule (rund eine Million Euro) ist weit gediehen, wird im Frühjahr abgeschlossen. Auch der Bau des Kunstrasenplatzes in Neukirchen (550 000 Euro) läuft, und in etlichen Schulen wurden Heizungspumpen erneuert. Und sonst? "Wir haben in den vergangenen Monaten an etlichen Vorhaben parallel vorbereitet. In den nächsten Wochen werden wir an vielen städtischen Gebäuden Baustellenschilder aufstellen und mit der Sanierung beginnen", versichert Schwarz. "Bislang haben wir 63 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro erteilt."
Jetzt geht's also richtig los, rücken die Handwerker in Schulen, Turnhallen und anderen Gebäuden an. In dieser Woche begannen die Arbeiten in der Grundschule Süd. Für 22 000 Euro wird der Speicherboden gedämmt – um das Haus fürs Energiesparen fit zu machen. Ab Mitte des Monats steigen die Handwerker an der Grundschule Neukirchen der Turnhalle aufs Dach, das für knapp 64 000 Euro saniert und gedämmt wird.
Voraussichtlich Ende Mai laufen die Arbeiten an der Dreifach-Sporthalle Gustorf an. Dort wird für 230 000 Euro ebenfalls ein Teil des Dachs erneuert. Bald danach werden an weiteren Schulen Baustellenschilder aufgestellt. Die Grundschule Wevelinghoven erhält einige neue Fenster (44 000 Euro). Umfangreicher fallen ab Mitte Juli die Arbeiten an der Grundschule in Kapellen aus: Für 174 000 Euro wird die Fassade wärmegedämmt, werden die Fenster erneuert. "Die Fenster mit Holzrahmen sind marode und zum Teil nur einfach verglast", erläutert Rudolf Flöck vom Gebäudemanagement.
Die Sommerferien nutzt die Stadt für weitere Arbeiten in Schulen – von der Martin-Luther-King-Förderschule bis zur Realschule Bergheimer Straße und zum Pascal-Gymnasium. Auch das Schneckenhaus im Bend "soll rasch weiter saniert werden", sagt Schwarz. Werden alle diese und viele weitere Projekte termingerecht fertig? "Wir müssen das schaffen", betont er.
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