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Grevenbroich: Senioren fürchten Toom-Schließung

zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 - 11:41

Grevenbroich (NGZO). Vor allem Senioren trifft die Nachricht von der Schließung des Toom-Supermarktes in der Innenstadt hart. Eine Sprecherin der Rewe-Group hatte angekündigt, dass sich das SB-Warenhaus im Untergeschoss des Montanushofes zum Ende des Jahres aus der City zurückzieht.

Helga Weiss, Vorsitzende des Seniorenbeirats, sieht die "Selbständigkeit vieler Älterer" gefährdet: "Für alle, die kein Auto haben oder auf Hilfe angewiesen sind, ist eine wohnortnahe Versorgung unverzichtbar." Die Vorteile bei "Toom" seien die zentrale Lage und das breite Sortiment: "Man muss sich nur einmal auf den Weg machen, um unterschiedliche Besorgungen zu erledigen", sagt Weiss. In Zukunft drohen weite Wege.

"Wenn ,Toom' schließt, ist das für uns ein Problem", betont Herbert Müller. Der 80-Jährige ist mit seiner Frau bewusst in die Innenstadt gezogen, um für Einkäufe oder Arztbesuche kurze Wege zu haben. Und auch wenn Müller äußerst sportlich ist, sagt er: "Hier sollte bald Ersatz gefunden werden." Auch Daniela Großmann vom Roten Kreuz kennt die Nöte der Senioren. Die Leiterin des Projektes "Betreutes Wohnen" an der Wilhelmitenstraße bestätigt: "Bei uns im Haus gibt es seit der Nachricht großen Diskussionsbedarf." Der Grund: Für viele der 78 Bewohner ginge mit der Schließung der einzig fußläufig gut erreichbare SB-Markt und damit ein großes Stück Lebensqualität verloren.

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Sie können Ihre Meinung aber auch per E-Mail äußern: dbuschkamp@ngz-online.de.

Betroffen sind vor allem Senioren mit Rollator. "Für sie ist der Weg zu anderen Supermärkten zu weit", sagt Großmann. Auch für den Einkaufsdienst des Hauses ist der angekündigte Abschied von Toom ein Problem: Ehrenamtlerin Gundi Offers, die Einkäufe für die Einrichtung erledigt, hat kein Auto. Sie hofft, dass ein anderer Lebensmittelhändler die Räume bezieht. "Ansonsten müssen wir uns überlegen, wie wir das ab kommendem Jahr regeln können", so Großmann.

Die Senioren hoffen auch auf Montanushof-Manager Michael Pauly. Er hatte betont, dass ein Lebensmittelmarkt für die Grevenbroicher City eine "wichtige Angelegenheit" sei. Der Tenor der Senioren: Das Problem ist erkannt.

Quelle: NGZ/dhk

 
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