Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich (wilp) In der Nacht zu Donnerstag endete die europaweite Ausschreibung für das Neurather Bad-Gelände. Am Mittwoch Abend zeigte sich Bürgermeister Axel Prümm zufrieden mit dem Ergebnis: Sieben Interessenten haben gegenüber der Stadt ihre Absicht bekundet, ein modernes Freizeitbad im Grevenbroicher Süden bauen zu wollen. „Ich bin überrascht von dieser großen Resonanz“, kommentierte Prümm im Gespräch gegenüber der NGZ. Er selbst habe mit höchstens fünf Interessenten gerechnet.
Eigentlich sind es sogar mehr als sieben Interessenten, die in den zurückliegenden 31 Tagen ihr Angebot im Rathaus abgegeben haben - denn: „Unter den Bewerbern sind auch Firmen, die sich mit anderen Unternehmen zusammengeschlossen haben, um gemeinsam ein Badprojekt in Neurath zu realisieren.
Es gibt darüber hinaus einen weiteren Interessenten, der eine Arbeitsgemeinschaft mit einer Bank ankündigt“, so der Bürgermeister. Dass bereits solche Initiativen entstanden sind, wertet der Verwaltungschef als „ein Indiz dafür, dass unser Angebot attraktiv ist“. Nach einer ersten Sichtung hätten sich ausschließlich „hochqualifizierte Firmen“ auf die Ausschreibung gemeldet - darunter auch „bekannte Unternehmen“. Namen will Axel Prümm zurzeit jedoch nicht nennen.
Nach der Sichtung, Bewertung und einem Vergleich der Angebote werden die einzelnen Bewerber zu Gesprächen ins Rathaus eingeladen. „Die von uns gewählte Ausschreibungsform des wettbewerblichen Dialogs eröffnet der Stadt die Möglichkeit, dass die jeweiligen Firmen uns ihre Vorschläge unterbreiten können - davon verspreche ich mir eine deutlich bessere Verhandlungsposition“, so Prümm.
Die Stadt wird sich dazu eines externen Fachmanns bedienen, der sie in wirtschaftlichen Fragen berät. Zuvor will der Bürgermeister jedoch den Kontakt zu seinem Bedburger Amtskollegen Gunnar Koerdt suchen, um mit ihm erneut über eine Zusammenarbeit zu reden: „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass es profitabler ist, ein solches Bad interkommunal zu betreiben. Denn beide Kommunen werden in einem solchen Fall ihre Betriebskostenzuschüsse dem Betreiber zur Verfügung stellen.“
Die Bedingungen, die die Stadt an den Betreiber stellt: Der Investor muss das Bad als Bauherr errichten, wöchentlich 68 Unterrichtsstunden für das Schul- und 29 Stunden für das Vereinsschwimmen sicherstellen. Gebaut werden soll ein Freizeit- und Sportbad mit den entsprechenden Angeboten. Als Beispiele werden ein Sauna-, Wellness- und Erlebnisbereich sowie Gastronomie angeführt. Zudem sollen die Eintrittspreise zivil gestaltet werden.
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