Grevenbroich (NGZ). Die Grevenbroicher SPD wünscht sich eine zweite Gesamtschule: Dies hatte Fraktions-Chef Horst Gerbrand zuletzt unter lautem Beifall beim Neujahrsempfang verkündet. Und die SPD will sie nicht allein – interessant bleibt, wie sich die CDU als größte Fraktion im Rat entscheiden wird. Unionsfraktions- und Stadtverbands-Chef Norbert Gand hatte zuletzt für eine "ideologiefreie Diskussion und Entscheidung" geworben. Noch soll es innerhalb der CDU auf die Frage "Zweite Gesamtschule oder Sekundarschule?" differenzierende Antworten geben. Für mehr Informationen bei Politikern und Eltern soll ein Kolloquium der CDU am kommenden Montag, 16. Januar im Alten Schloss sorgen.
Sowohl CDU als auch SPD sind sich einig, die Landschaft der weiterführenden Schulen neu gestalten zu müssen – beide erklären zur Basis dieser Entscheidung die Wünsche der Grevenbroicher Eltern. "Die Hans-Sachs-Schule in Orken wird schließen müssen, die Schülerzahlen der KHS werden trotz hervorragender Arbeit wegen des demografischen Wandels dramatisch sinken", sagt Horst Gerbrand. Er erkennt den Elternwillen für eine zweite Gesamtschule daran, dass die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule pro Jahr 120 Kinder abweisen muss". Für die SPD sei wichtig, dass eine zweite Gesamtschule "weder die beiden Gymnasien noch die jetzige Gesamtschule in ihrem Bestand bedrohe". – "Sicherlich müssten beide Realschulen sich dem Wettbewerb stellen, welche dauerhaft im Bestand gesichert bliebe. Aber dies müssten sie durch die zurückgehenden Schülerzahlen oder durch die Gründung einer Sekundarschule auch so", so Fraktionsvize Klaus Krützen.
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