kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Grevenbroich: SPD setzt auf Teamspieler

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 25.07.2008 - 21:50

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Bernhard Pollmeyer heißt der Hoffnungsträger der SPD. Mit dem 53 Jahre alten Wevelinghovener wollen die Sozialdemokraten den Chefsessel im Rathaus wieder erobern. Pollmeyer wurde am Donnerstag Abend einstimmig vom Stadtverbands-Vorstand nominiert, die Wahl zum Spitzenkandidaten soll im Herbst erfolgen. Am Freitag stellte sich der Vater von zwei erwachsenen Söhnen erstmals der Öffentlichkeit vor.

Demonstrieren Zuversicht: Fraktionschef Edmund Feuster (l.) und Parteivorsitzender Klaus Krützen stellten am Freitag den nominierten Bürgermeister-Kandidaten der SPD vor. Bernhard Pollmeyer (Mitte) ist der Hoffnungsträger der Sozialdemokraten. 
 Foto: Hans Jazyk
Demonstrieren Zuversicht: Fraktionschef Edmund Feuster (l.) und Parteivorsitzender Klaus Krützen stellten am Freitag den nominierten Bürgermeister-Kandidaten der SPD vor. Bernhard Pollmeyer (Mitte) ist der Hoffnungsträger der Sozialdemokraten. Foto: Hans Jazyk

Bernhard Pollmeyer und Ratsherr Horst Gerbrandt sind quasi Nachbarn, beide wohnen am Böhnerfeld und kennen sich seit einigen Jahren. „So kam der Kontakt zustande, seit Karnevals-Freitag stehen wir im Gespräch“, verrät Parteichef Klaus Krützen. Jetzt, nach der Nominierung, gelte es, den Kandidaten in Grevenbroich bekannt zu machen: „Wir haben zehn Monate Zeit - das reicht aus“, so Krützen.

Für Pollmeyer, der als Landesschlichter in den Diensten von NRW-Minister Karl-Josef Laumann steht, ist das Bürgermeisteramt „eine große berufliche Herausforderung“ - und reizvoll zugleich: „Weil es Gestaltungsmöglichkeiten in vielen Handlungsfeldern mit sich bringt. Arbeitsmarkt, Verkehr, Umwelt, Schule, Sport - diese und andere Politikfelder können auf kommunaler Ebene konkret ausgestaltet und mit der Gesamtinteressenlage der Stadt verzahnt werden“, meint er.

Info
Und die anderen?

Die SPD ist die erste Partei, die ihren Spitzenkandidaten vorgestellt hat. Bei den Freien Bürgern soll Thomas Bovermann ins Rennen geschickt werden. UWG, FDP und Grüne haben sich noch nicht festgelegt, die CDU hofft darauf, dass Dr. Axel Prümm weitermacht.

Der gebürtige Westfale, der seit elf Jahren in Wevelinghoven lebt, möchte Politik für Familien und Kinder machen, bürgerschaftliches Engagement in Nachbarschaft und Vereinen fördern: „Wo, wenn nicht auf kommunaler Ebene, werden dafür die Weichen gestellt?“

Bernhard Pollmeyer versteht sich als Teamspieler, „weil man im Team die beste Leistung erzielt“. Das gelte für das Zusammenspiel der Fraktionen in Rat und Ausschüssen ebenso wie für die Zusammenarbeit von Rat und Verwaltung. Er sehe sich als Moderator des Rates und als Chef der Verwaltung mit kooperativem Führungsstil.

Unbeleckt in Sachen Politik ist der Wevelinghovener nicht: Er begann in den 70er Jahren als Ratsmitglied in der 25 000-Einwohner-Stadt Harsewinkel, arbeitete später politisch auf Bundes- und Landesebene. „Er weiß, dass für Mehrheiten gestritten werden darf“, meint Fraktionschef Edmund Feuster.

Bernhard Pollmeyer will sich nun in Grevenbroich bekannt machen. Er möchte in den nächsten Wochen Vereine und Betriebe besuchen, will wissen, „wo den Leuten der Schuh drückt“. Diese Informationen sollen in das Wahlkampf-Programm der SPD einfließen, an dem derzeit noch gefeilt wird.

Für Edmund Feuster ist der 53-Jährige der richtige Kandidat: „In Grevenbroich ist es an der Zeit, dass wieder mehr über Inhalte und Zukunftsperspektiven gesprochen wird. Der betriebene Personenkult muss ein Ende haben.“

Bernhard Pollmeyer ist entschlossen, das Rathaus für die SPD zurückzuerobern: „Ich bin kein Zählkandidat, sondern sehe eine echte Chance“, meint er selbstbewusst.

Er will ein Bürgermeister für alle Wähler sein, unabhängig von ihrer parteipolitischen Präferenz: „Ich unterstütze jedes bürgerschaftliche Engagement - egal, ob es von Parteien oder freien Gruppierungen getragen wird“, unterstreicht er. Der von Querelen geschüttelten CDU könne er als Landesschlichter jedoch nicht helfen - „aussichtslos“.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR

Grevenbroich

Ein Fest mit dem gewissen Extra

Das Sommerfest des Patienten-Clubs Grevenbroich gehört für viele zu den unverrückbaren Fixpunkten ihrer Terminplanung. mehr

 
Tagsüber herrscht an der Kreuzung des Ostwalls mit der Parkstraße reger Verkehr , nachts warten Autofahrer oft einsam auf „Grün“.SPD-Politiker Peter Gies macht sich dafür stark, solche Ampeln in den Nachtstunden abzuschalten.

Grevenbroich

Für freie Fahrt in der Nacht

Geduldig wartet der Autofahrer auf der Schanze. Vor ihm an der Kreuzung leuchtet im Dunkeln das Rot der Ampel. Weit und breit sind weder Autos, Räder noch Fußgänger zu sehen - wie ausgestorben wirkt die Stadt. VON Carsten Sommerfeld  mehr

 
 
 
 
 
BILDER AUS GREVENBROICH
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers, der im Mai .. mehr 
 
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers
Im Inneren des alten Bunkers, der im Mai ..
mehr 
Zu Besuch bei Sven Kompaß
Zu Besuch bei Sven Kompaß
Hausbesuch bei Sven Kompaß, der im Mai 2012 ..
mehr 
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
Maimarkt in Wevelinghoven 2012
mehr 
Feuerwehr öffnet alten Bunker
Feuerwehr öffnet alten Bunker
Feuerwehr öffnet alten Bunker
mehr 
 
Familienanzeigen