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Grevenbroich: Tankstelle für E-Bikes

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 28.09.2011

Grevenbroich (NGZ). Die Zahl der Elektrofahrräder steigt in Grevenbroich. RWE übergab der Stadt zwei Dienst-E-Bikes samt Ladestation, an der Radwanderer den Akku aufladen können. ADFC und Verbraucherzentrale geben Tipps für Elektrofahrräder.

Streetworker Andreas Müller (l.) testete eines der Elektrofahrräder, die Bürgermeisterin Ursula Kwasny von Manfred Hausmann übernahm (v.l.)  Foto: M.Reuter
Streetworker Andreas Müller (l.) testete eines der Elektrofahrräder, die Bürgermeisterin Ursula Kwasny von Manfred Hausmann übernahm (v.l.) Foto: M.Reuter

Zufrieden steigt Andreas Müller (46)vom himmelblauen Rad. "Das ist prima, nur in Kurven muss ich mich etwas dran gewöhnen", sagt der Streetworker. "Das E-Bike ist eine Erleichterung für unsere Arbeit." Das Streetworker-Team bei der Stadt ist häufig in Grevenbroich unterwegs, um mit Jugendlichen zu sprechen. Dafür steht ein neuer Kleinbus bereit, "aber viele Treffpunkte von Jugendlichen liege ja beispielsweise in Parks", so Müller.

Zwei Elektrofahrräder, auch Pedelecs genannt, übergab Manfred Hausmann von RWE Deutschland gestern im Rahmen der "Aktion E-Bikes on Tour" an Bürgermeisterin Ursula Kwasny. Pedelecs werden auch in Grevenbroich immer beliebter. Dabei kann ein Akku-betriebener Elektromotor zugeschaltet werden, der den Radler beim Strampeln unterstützt und bei Tempo 25 automatisch abschaltet.

Info

Pedelecs

Pedelec Ein Elektrofahrrad, bei dem der Motor den Fahrer nur während des Tretens unterstützt. Bei Pedelecs, bei denen der Motor bei Temp 25 abregelt, besteht keine Führerscheinpflicht.

Schnelle Pedelecs ermöglichen bis zu Tempo 45, nötig ist mindestens die Mofaprüfbescheinigung.

"Viele ältere Menschen nutzen solche Räder, um auch längere Radwandertouren unternehmen zu können. Aber auch Berufstägige steigen auf Pedelecs, um nicht verschwitzt am Arbeitsplatz oder bei der nächsten Besprechung anzukommen", schildert Peter Wimmer vom Sprecherrat des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Grevenbroich auf Anfrage der NGZ.

Bei der Stadt können nun Streetworker und Mitarbeiter des Fachbereichs Jugend die neuen E-Bikes – ein Herren- und ein Damenrad – für Dienstfahrten nutzen. Ursula Kwasny kann sich auch selbst vorstellen, für manchen Termine aufs E-Bike zu steigen.

"Wir sehen in Elektrofahrzeugen aller Art die Mobilität der Zukunft", erklärt Hausmann vom Energiekonzern, der damit die Verbreitung solcher Elektroräder und die "klimafreundliche Mobilität" fördern will. Bis 2012 sollen in Europa laut RWE 2,2 Millionen E-Bikes unterwegs sein.

RWE stellte zudem eine ebenfalls himmelblaue Ladestation bereit. An der Säule an der Alten Feuerwache am Hartmannsweg "können Radwanderer ihren Akku kostenfrei wieder aufladen – montags bis donnerstags von 8 bis 16, freitags von 8 bis 15 Uhr", erklärt Stadtsprecher Andreas Sterken.

Der ADFC gibt zur Benutzung von Pedelecs Tipps. "Tempo 25 ist für Radfahrer schon eine ordentliche Geschwindigkeit. Wir empfehlen, auf jeden Fall einen Helm zu tragen, auch wenn das keine Pflicht ist. Und das Fahrgefühl ist anders als beim normalen Fahrrad. Vor dem Kauf sollte man längere Probefahrten machen", so Peter Wimmer. "Auch bei der Wartung sind Pedelecs eine neue Dimension, darauf müssen sich Händler einstellen."

Ratschläge hält auch Dorothea Khairat von der Verbraucherzentrale in Dormagen bereit: "Beim Kauf sollte auf gute Bremsen und auf Stabilität geachtet werden. Es hat bereits Rückrufe wegen Rahmenbrüchen gegeben."

Quelle: NGZ


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