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Grevenbroich: THW erprobt Erdbeben-Szenario

VON SEBASTIAN DRAXL - zuletzt aktualisiert: 10.01.2012 - 11:27

Grevenbroich (NGZO). Hell erleuchtet ist das Gelände der ehemaligen Nato-Kaserne in Kapellen. Gebäude drohen einzustürzen und Personen werden vermisst. Ein Erdbeben hat zudem weite Teile des linken Niederrheins zerstört. Dieses Szenario üben am Samstag über 85 Helfer des Techni-schen- Hilfswerks (THW) in Kapellen.

Zu der Übung waren Helfer aus den Ortsverbänden Neuss, Mönchengladbach, Hückelhoven, Erkelenz, Viersen, Krefeld und Grevenbroich gekommen. Gemeinsam testen sie die Einsatzmöglichkeiten ihrer Geräte nach einer solchen Katastrophe.

Auch Bundestagsabgeordneter Ansgar Heveling (39) packt mit an und unterstützt die Helfer in blauer THW-Kluft. Jürgen Diekmann (42) blickt zufrieden über das Gelände der Nato-Kaserne in Kapellen. Seit 12 Uhr läuft die Übung in Grevenbroich. „Wir haben eine Schadensstelle auf dem Gelände der Kaserne inszeniert. Hier in der Unterkunft ist die Anlaufstelle für alle Einheiten“, erklärt Diekmann.

Nach einem Erdbeben suchen die THW-Helfer in Kapellen nach Vermissten und stützen Gebäude ab. Außerdem spielt das Ausleuchten des großen Geländes eine wichtige Rolle.

„Diese Übung war ursprünglich als Beleuchtungsübung angelegt. Jetzt kamen weitere Trupps hinzu, so dass sie dieses Ausmaß erhielt“, so Diekmann weiter. Einer der vielen Helfer ist Fabian Krajewski. Der 22-Jährige gab bei der Übung sein Debüt als Zugführer des Ortsverbands Grevenbroich. „Für mich ist die Übung eine gute Gelegenheit das Gelernte in die Tat umzusetzen“, so Krajewski.

Ebenso im Einsatz ist Michael Offermann. Der 28-Jährige ist seit acht Jahren ehrenamtlich beim THW in Grevenbroich aktiv. „Mir macht die Arbeit hier viel Spaß. Eine solche Übung ist natürlich ein besonderer Tag“, sagt Offermann. Der Ingenieur ist Gruppenführer der Fachgruppe Elektroversorgung und sorgt mit einem Team für genügend Energie am Einsatzort.

Doch nicht nur Männer sind beim THW dabei. Ulrike Buch ist noch relativ neu in den Reihen der Helfer. Vor einem Jahr fragte die 51-Jährige bei ihrem Nachbar Jürgen Diekmann an, ob auch Frauen beim THW gesucht werden. „Jetzt bin ich dabei und es macht sehr viel Spaß“, berichtet die gelernte Bürokauffrau.


 
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