kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Grevenbroich: Tschüss Knud!

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 13.12.2007 - 21:30

Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Ja, sie haben ein paar Tränen vergossen. Das gibt Grevenbroichs Umwelt-Experte Norbert Wolf unumwunden zu. Denn als es galt, den kleinen Knud wieder in die Freiheit zu entlassen, da waren die Mitarbeiter des Schneckenhauses mächtig gerührt. „Er hat sich noch nicht einmal umgeschaut, sondern ist gleich mit einem Affenzahn weggerannt“, schildert Wolf.

Kaum ein Fernsehsender, der nicht über ihn berichtete: Das knuddelige Findelkind Knud zog vor Monaten die Medien scharenweise ins Schneckenhaus. Der putzige Fuchs ist erwachsen geworden - und wieder in Freiheit .  Foto: NGZ-Online
Kaum ein Fernsehsender, der nicht über ihn berichtete: Das knuddelige Findelkind Knud zog vor Monaten die Medien scharenweise ins Schneckenhaus. Der putzige Fuchs ist erwachsen geworden - und wieder in Freiheit . Foto: NGZ-Online

Der kleine Fuchs war im Frühjahr hilflos am Stadtrand gefunden worden. Jämmerlich winselnd hatte sich der etwa drei Wochen alte Vierbeiner im hohen Gras verkrochen. Spaziergänger alarmierten die Tierschützer aus dem Schneckenhaus, die sich des schmächtigen Findelkinds annahmen. Gleich stand fest, wie der Fuchs heißen sollte: Knud - mit „d“ wie knuddelig.

„Uns ist das Tier richtig ans Herz gewachsen“, berichtet Norbert Wolf. Denn der Jungfuchs wurde mit der Flasche groß gezogen und hatte sich schnell an die Mitarbeiter des Schneckenhauses gewöhnt. Er war nicht nur der Liebling der Bend-Besucher, sondern gewann auch rasch überregional an Popularität: „Er war im Sommer so etwas wie der rheinische Eisbär. Fernseh-Teams gaben sich hier beinahe schon die Klinke in die Hand“, erzählt der städtische Umweltbeauftragte.

 Knud beim Spaziergang an der Hundeleine, Knud herzhaft gähnend nach dem Mittagsschläfchen, Knud beim spielerischen Jagen einer Graugans - das waren Bilder mit hohem Niedlichkeitsfaktor, die in ganz Deutschland zu sehen waren.

Allerdings werden auch putzige Vierbeiner einmal größer. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife waren Knuds Tage im Schneckenhaus gezählt. Unlängst wurde er in die Freiheit entlassen. An einem ganz bestimmten Ort im Stadtgebiet, der nur einigen „Eingeweihten“ bekannt ist: „Wir haben einen verlassenen Fuchsbau gefunden. Ein idealer Ort, um den Rüden freizulassen“, erklärt Wolf.

Und so war es auch: Kaum hatte Knud den kleinen Transportkäfig verlassen, gab er hastig Fersengeld, steuerte ohne zu zögern den alten Bau an und verschwand darin. Dass der Vierbeiner in freier Wildbahn gut zurecht kommen wird, davon ist Norbert Wolf überzeugt: „Ratten und Mäuse, die wir in seinem Voliere aussetzten, hat er gekonnt zur Strecke gebracht. Da mache ich mir gar keine Sorgen.“

Und das braucht Wolf auch nicht: Denn Helmut Sütsch, der auf Füchse spezialisierte Tierfilmer aus Langwaden, hat sich bereits mehrfach am alten Fuchsbau auf die Lauer gelegt und Jungspund Knud mit der Kamera beobachtet: „Das Tier hat bereits eine hohe Fluchtdistanz aufgebaut, er hält einen deutlichen Abstand von gut 60 Metern zum Menschen. Für mich ein Zeichen, dass das Auswildern funktioniert hat.“ Ein Weibchen hat Sütsch allerdings noch nicht entdeckt - aber das kann ja noch werden.

Quelle: NGZ

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Ein Geschenk für den ehemaligen Pastor: Peter Zorn (r.) und Elfriede Joost übergaben den frisch restaurierten Tabernakel an Pfarrer Harrie de Zwart (2.v.r.) und Dechant Henri Bastin.

Grevenbroich

„Fulltime-Job“ in Malmedy

Ein Küsschen auf die rechte, ein anderes auf die linke Wange. Umarmungen, Händeschütteln, Schulterklopfen - freudiges Wiedersehen in der altehrwürdigen Kathedrale von Malmedy. VON Wiljo Piel  mehr 

 
Mit diesem Logo wirbt die Bürgerstiftung für Unterstützung für die Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Das ist aber nur eines der Projekte der Stiftung, für 2008 sind ein Bürgerpreis und eine Information über Angebote für Jugendliche geplant.

Grevenbroich

Bürger sorgen für volle Teller

„Mit einem solchen Erfolg im ersten Jahr habe ich selbst nicht gerechnet“, sagt Bürgermeister Dr. Axel Prümm, Vorstand der in diesem Jahr gegründeten Bürgerstiftung „Bürger stiften Zukunft in Grevenbroich“. VON Carsten Sommerfeld  mehr 

 
 
 
 
 
BILDER AUS GREVENBROICH
Die Mützen der Grevenbroicher
Die Mützen der Grevenbroicher
Bei eisigen Temperaturen liegt sie wieder .. mehr 
 
Die Mützen der Grevenbroicher
Die Mützen der Grevenbroicher
Bei eisigen Temperaturen liegt sie wieder ..
mehr 
Sechs Verletzte nach Wohnungsbrand
Sechs Verletzte nach Wohnungsbrand
In der Nacht zu Freitag kam es in Grevenbroich zu einem Wohnungsbrand, ..
mehr 
Feuerwehr-Übung in Abrisshäusern
Feuerwehr-Übung in Abrisshäusern
Rund 40 Feuerwehrleute der Grevenbroicher ..
mehr 
Kaninchen, Meerschweinchen und ein Wildschwein
Kaninchen, Meerschweinchen und ein Wildschwein
Sechs Kaninchen, zwei Meerschweinchen und ..
mehr