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Grevenbroich: TÜV will modernere Prüfstelle

VON WILJO PIEL - zuletzt aktualisiert: 12.12.2011

Grevenbroich (NGZ). Der TÜV will seine Prüfstelle in Grevenbroich modernisieren. Dem Projekt könnte der geplante Tunnelbau auf der Bergheimer Straße entgegen stehen. Die Stadt gibt Entwarnung: Die Unterführung kommt nicht vor dem Jahr 2032.

Der TÜV Rheinland will seine Prüfstelle an der Bergheimer Straße in Grevenbroich modernisieren. Dafür braucht er Planungssicherheit.  Foto:  TÜV
Der TÜV Rheinland will seine Prüfstelle an der Bergheimer Straße in Grevenbroich modernisieren. Dafür braucht er Planungssicherheit. Foto: TÜV

Seit 1965 werden Autos an der Bergheimer Straße geprüft und – wenn's gut läuft – mit einer Plakette dekoriert. Und das soll auch in Zukunft so sein: Denn der TÜV Rheinland plant, seine Prüfstelle auf dem städtischen Gelände zu modernisieren.

Diese Investition lohnt sich aber nur dann für die Fahrzeug-"Checker", wenn der Standort langfristig erhalten bleiben kann. "Der TÜV ist deshalb an einer Verlängerung des Pachtvertrages um mindestens 20 Jahre oder an einem Erwerb des Grundstücks interessiert", erklärt Dezernent Werner Hoffmann in einer Vorlage für den Bauausschuss.

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Tunnel in Grevenbroich

Tunnel Neben dem Elsbachtunnel gibt es in Grevenbroich die Unterführung "Auf der Schanze".

Projekte Beide unterqueren die Bahnlinie und sorgen für einen besseren Verkehrsfluss. Gebaut wurden die Tunnel vor der Landesgartenschau (1995).

An einen Verkauf ihrer Fläche denkt die Stadt jedoch nicht. Denn das TÜV-Grundstück spielt eine wichtige Rolle bei einem Großprojekt, das bereits seit Jahren auf der Planungsschiene steht: der Bau eines Tunnels unter den beiden Bahnübergängen an der Bergheimer Straße. Für dieses Vorhaben hat die Kommune bereits 1999 eine Planungsvereinbarung mit der DB Netz AG abgeschlossen. Gut für den TÜV: In nächster Zeit soll dieses Vorhaben nicht umgesetzt werden.

Erst Tunnel an der Blumenstraße

Denn die Stadtverwaltung will vorher einen anderen Tunnel planen: nämlich den unter dem Bahnübergang an der Blumenstraße in Orken. Die Machbarkeitsstudie für dieses Projekt wurde bereits im Jahr 2000 vorgestellt, "zwischenzeitlich konnte Baurecht geschaffen werden", sagt Hoffmann.

In absehbarer Zukunft – jedoch nicht vor 2014 – könnte mit dem Bau begonnen werden. Die Kosten wurden mit 3,5 Millionen Euro beziffert. Finanziert werden soll der Tunnel von mehreren Partnern. Jeweils ein Drittel übernehmen die Deutsche Bahn, der Bund und die Stadt. Letztere kann mit Fördermitteln – etwa 70 bis 80 Prozent – rechnen.

Der Tunnel auf der Bergheimer Straße soll weitaus später kommen: "Nach heutigem Sachstand ist mit einem Baubeginn nicht vor 2023 zu rechnen", erklärt Planungsdezernent Werner Hoffmann. Damit könne die Fläche für weitere 20 Jahre verpachtet werden.

Dass der TÜV Rheinland eine Modernisierung an der Bergheimer Straße plant, bestätigte Sprecher Wolfgang Partz gegenüber unserer Redaktion. Wie die Prüfstelle modernisiert werden soll, will er zurzeit nicht verraten: "Wir stehen in Gesprächen mit der Stadt, kennen aber ihre Entscheidung noch nicht." Werner Hoffmann wird den Grevenbroicher Baupolitikern in der Sitzung am Donnerstag (18 Uhr, Bernardussaal) empfehlen, der Verlängerung des Pachtvertrages zuzustimmen.

Quelle: NGZ


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