Grevenbroich (NGZ). Die Gindorfer Sebastianus-Bruderschaft soll künftig ihr Biwak auf der ehemaligen Ladestraße am Bahnhof veranstalten. Grundsätzlich könnten die Brauchtumsfreunde das schon jetzt machen, meint der Technische Beigeordnete Werner Hoffmann in einer Vorab-Mitteilung an den Planungsausschuss. Das sorgte am Dienstag für Aufregung bei der UWG.
"Unmöglich", wettert Geschäftsführer Hubert Rütten: "Die Ladestraße ist einem katastrophalen Zustand, das ist eine einzige Müllhalde – da kann und will niemand feiern." Zumal fehle jegliche Absperrung zu den Bahngleisen und zur Provinzstraße hin: "Das ist zu gefährlich", warnt Rütten: "Ich glaube, die Stadt will uns veralbern."
Schon seit Jahren veranstalten die Sebastianer zwei Wochen vor ihrem "Broer-Fest" das Biwak auf dem Schulhof an der Turmstraße. Das Gelände wird ihnen künftig jedoch genommen, die Stadt plant dort den Bau von Wohnhäusern. "Dann werden wir zur Ladestraße umziehen, so ist es geplant", erklärt Brudermeister Robert Hoppe. Dass das nächste Biwak (26. Juni) schon am Bahnhof gefeiert werden kann, bezweifelt er jedoch: "Erst muss das Gelände hergerichtet werden. Es fehlen Absperrungen sowie Strom- und Wasseranschlüsse", so Hoppe.
Der Schützen-Chef sieht jedoch noch keinen Grund zur Aufregung, er vertraue auf die Zusagen von Stadt und Politik: "Das Areal muss so ausgebaut werden, dass darauf auch gefeiert werden kann. Das wurde uns von Stadt und Politik zugesagt, darauf vertrauen wir."
Werner Hoffmann räumte am Dienstag Abend im Fachausschuss ein, dass die Schützen die Ladestraße lediglich nach dem Planungsrecht als Biwak-Platz nutzen könnten: "Natürlich muss sie vorher noch entsprechend hergerichtet werden", erklärte er. Wann die Stadt mit dem Bau des dort geplanten "Park + Ride"-Platzes beginnen wird, steht noch nicht fest. "Zurzeit werden die Kosten für dieses Projekt ermittelt", betonte Hoffmann. Zudem gebe es momentan noch keinen Zeitplan für die Bebauung des alten Hauptschul-Geländes an der Turmstraße.
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