Grevenbroich (NGZ). Grevenbroich Nachdem die Coens-Galerie bereits von dem israelischen Investor Gazid Globe erworben wurde (die NGZ berichtete), steht das nächste Grevenbroicher Einkaufszentrum kurz vor dem Verkauf: „Wir führen derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten und befinden uns bereits im Feintuning“, erklärte Centerleiter Michael Pauly gestern.
Nach seiner Einschätzung sei ein Verkauf die beste Lösung für den seit Jahren unter der Zwangsverwaltung von Banken stehenden Montanushof: „Was das Objekt braucht, ist ein Endinvestor, der das Center weiterentwickelt, um es langfristig zu erhalten. Dann könnte auch die seit Jahren brach liegende Freizeitebene rasch wieder reaktiviert werden“, so Pauly. Namen der Verhandlungspartner will er zurzeit nicht nennen, nur so viel: „Es sind Interessenten aus Deutschland und den Niederlanden, aber auch Israel und Frankreich in dieser Runde.“
Was die Mieter des Centers betrifft, kann Michael Pauly momentan nicht klagen: Einer der größten, nämlich Wehmeyer, investiert derzeit tüchtig in den Standort Grevenbroich. „Wir setzen hier ein völlig neues ,Shop in Shop’-Konzept um, das nach und nach alle 44 Filialen in Deutschland erreichen wird“, erklärt Leiter Thomas Schulz. In Düren gibt es den „neuen Wehmeyer“ schon, die Filiale in Grevenbroich ist bundesweit die zweite, die ein grundlegendes Facelifting erhält - „weil wir davon ausgehen, dass hier die Chance auf gute Umsätze besteht“, argumentiert Schulz.
Für das neue Laden-Outfit hat sich das Unternehmen den Star-Architekten Raj Wilkinson von „JHP Design“ aus London ins Boot geholt. Sein Konzept: Die 1600 Quadratmeter große Verkaufsfläche, die vorher eher Hallencharakter hatte, wird in mehrere kleine Geschäfte aufgeteilt. „Dieses System schafft eine klare räumliche Aufteilung und lädt zum Flanieren innerhalb des Hauses ein. Die Identität jeder einzelnen Marke wird dabei bestmöglich zur Geltung gebracht“, so Thomas Schulz.
Apropos Marken: hier setzt Wehmeyer auf bekannte Namen. Zum bestehenden Kollektions-Portfolio mit Esprit, Tom Tailor und s.Oliver werden weitere Labels wie Greystone, Nienhaus Woman und Gardeur neu präsentiert. Und: „Zur Abrundung des Angebots gib es erstmalig in der Historie des Unternehmens eine eigene Schuh- und Accessoires-Abteilung“, erklärt Thomas Schulz. Die Wiedereröffnung hat er für den 27. September terminiert.
An diesem Tag will auch Bernd Heidingsfelder seinen neuen Intersport-Laden im Center eröffnen: Auf 500 Quadratmeter wird der Euskirchener ein Vollsortiment präsentieren - von Fußball- und Laufschuhen über Tennis- und Fitnessbekleidung bis hin zur Skiabteilung mit eigener Werkstatt. Obwohl vor gut zwei Jahren ein Intersport-Laden in der Coens-Galerie Insolvenz anmelden musste, sieht Heidingsfelder für seinen Shop gute Chancen: „Marktanalysen haben ergeben, dass der Standort Grevenbroich ein solches Geschäft vertragen kann.“
Neben Intersport Heidingsfelder, das auf der ehemaligen Elektro-Schaffrath-Fläche eingerichtet wird, liegen noch gut 900 Quadratmeter brach. Michael Pauly zeigt sich aber zuversichtlich, dass diese freie Einzelhandelsfläche in absehbarer Zeit vermietet werden kann. Auch hier liefen bereits aussichtsreiche Gespräche mit Interessenten.
Am Mittwoch in der NGZ: Zur Sache Gute chance
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